Talsperrenverwaltung warnt vor altem Brauch: Keine Oster-Spaziergänge auf Sachsens Fluss-Deichen!

Pirna - Eierkullern vom Deich - das ist auch bei Sachsens Flussanrainern ein beliebter Osterbrauch. Doch die Talsperrenverwaltung bittet diesmal inständig: Bleibt fern - und schützt die Hochwasserdeiche!

Heinz Gräfe ist Chef der Landestalsperrenverwaltung.
Heinz Gräfe ist Chef der Landestalsperrenverwaltung.  © Norbert Neumann

Die schneereichen Wochen im Februar und die teils ergiebigen Niederschläge im März haben den Deichen an Sachsens Flüssen ordentlich zugesetzt.

Angesichts der zu erwartenden Masse an Osterspaziergängern, die gern auch über die Dammkronen pilgern und dort die Eier kullern lassen, bittet die Landestalsperrenverwaltung (LTV) schon jetzt um Rücksicht.

"Wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist, dürfen Deiche nicht betreten oder befahren werden", erklärt LTV-Chef Heinz Gräfe. Denn sonst würde die Grasnarbe niedergetreten werden.

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"Dadurch hat der Deich keinen Erosionsschutz mehr und es kann bei Hochwasser zu Ausspülungen bis hin zum Deichbruch kommen", warnt Gräfe.

Wieso gefährden Rasenlatscher die Standsicherheit der Deiche?

"Das Gras schützt den Deich vor der Kraft des Wassers. Es legt sich bei anströmendem Wasser auf den Deichkörper und schützt ihn so vor Erosion. Ist kein Gras vorhanden, können Verwirbelungen auftreten und das Deichmaterial ausgespült werden", erklärt Gräfe.

Titelfoto: Norbert Neumann

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