Hitziger Tarifzoff vor den Feiertagen: "Nicht mal 1830 Euro brutto"!

Dresden - Sachsen gilt als Tarifwüste. Nicht nur bei den Teigwaren Riesa gibt es einen Tarifkonflikt. Auch die Mitarbeiter bei der Dental Kosmetik ("Putzi") in Dresden und Maja Möbel in Wittichenau (Lausitz) begehren auf.

Die Mitarbeiter des Ikea-Zulieferers Maja Möbel wollen einen Tarifvertrag.
Die Mitarbeiter des Ikea-Zulieferers Maja Möbel wollen einen Tarifvertrag.  © Holm Helis

Die IG Metall hat die Maja-Geschäftsführung zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

Ziel: die Einführung des Flächentarifvertrags in der Holz- und Kunststoffindustrie Sachsen.

Vize-Betriebsrats-Chef Bartosz Drobniuch: "Die meisten Kollegen bei uns sind der Meinung, dass von der harten Arbeit ein besseres Leben möglich sein muss."

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Laut IG Metall arbeiten beim IKEA-Zulieferer 900 Beschäftigte. Die Entgelte seien noch immer viel zu niedrig, so Jan Otto (37), Chef der IG Metall Ostsachsen. Die Firma äußerte sich nicht.

Ärger auch beim Traditionsunternehmen Dental-Kosmetik (116 Mitarbeiter) in Dresden. In der Mittagspause protestierten rund 50 Mitarbeiter "für deutlich mehr Lohn und die Fortsetzung der festgefahrenen Tarifverhandlungen ohne Vorbedingungen", so Gewerkschafter Gerald Voigt (60).

Ein Drittel der Belegschaft verdiene nicht einmal 1830 Euro brutto. "Aktuell liegt der Gewerkschaft ein sehr attraktives Angebot vor, auch für deutlich mehr Lohn", so ein Unternehmenssprecher.

"Weitere Forderungen der Gewerkschaft sind jederzeit verhandelbar. Unser Ziel ist nach wie vor ein guter Tarifvertrag für die Menschen in unserem Unternehmen."

Bei der Dental Kosmetik ("Putzi, "Elkadent") in Dresden gab es gestern eine "aktive Mittagspause" für mehr Lohn.
Bei der Dental Kosmetik ("Putzi, "Elkadent") in Dresden gab es gestern eine "aktive Mittagspause" für mehr Lohn.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf

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