Termine nur mit Test & Maske: Friseure müssen Einschnitte hinnehmen

Dresden - Sachsens Friseure und Kosmetikerinnen bedienen seit dem 1. April nur noch Kunden, die einen negativen, tagesaktuellen Corona-Test vorweisen können. "Alles machbar und kein Problem, solange wir nur arbeiten dürfen", lautet das Fazit von Angela Groß (56), der in Dresden-Altplauen der Salon "HairFASHION" gehört.

Friseurmeisterin Angela Groß (56) desinfiziert das Kartenlesegerät in ihrem Salon. Dokumentieren und Desinfizieren gehören heute zum Arbeitsalltag der Handwerksmeisterin wie Färben und Föhnen.
Friseurmeisterin Angela Groß (56) desinfiziert das Kartenlesegerät in ihrem Salon. Dokumentieren und Desinfizieren gehören heute zum Arbeitsalltag der Handwerksmeisterin wie Färben und Föhnen.  © Steffen Füssel

Die Handwerksmeisterin sagt, dass sie sich mit ihrem Team in die neuen Vorschriften und Dokumentationspflichten "eingegroovt" hat.

Sie helfen den Kunden, denen der Durchblick noch fehlt in Sachen (Selbst-)Test, sowie selbst gedrucktem und ausgefüllten Nachweis.

"Ich hoffe, das spielt sich ein, wenn es mehr Teststationen gibt", sagt Angela Groß.

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Kopfzerbrechen bereitet ihr wie auch den Kollegen in der Zunft viel mehr die aktuelle Zurückhaltung der Kunden beim Buchen von Terminen.

Die besorgt auch die Geschäftsführerin der Friseur- und Kosmetikinnung Beatrice Kade-Günther (56).

Beatrice Kade-Günther (56) führt die Geschäfte der Friseur- und Kosmetikinnung. Viele ihrer Mitgliederbetriebe bangen wegen Corona um ihren Fortbestand.
Beatrice Kade-Günther (56) führt die Geschäfte der Friseur- und Kosmetikinnung. Viele ihrer Mitgliederbetriebe bangen wegen Corona um ihren Fortbestand.  © Thomas Türpe

Sie berichtet zudem von Problemen beim Umsetzen der Verordnungen: "Beim Schnelltesten muss pro Kunde etwa eine Viertelstunde mehr investiert werden. Zum Testen muss auch ein extra Raum vorhanden sein - das können sich nicht unbedingt alle leisten, vor allem Kosmetikerinnen nicht, von denen viele Einzelunternehmer ohne ewig große Rücklagen sind."

Titelfoto: Steffen Füssel

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