Ermordete Wiktoria (†16): Polizei verzichtet auf Täterbeschreibung

Großröhrsdorf - Im Fall der vor einer Woche getöteten Wiktoria (†16) im Landkreis Bautzen verzichten die Ermittler auf eine Täterbeschreibung.

Die 16-jährige Wiktoria kam vergangene Woche Mittwoch in Großröhrsdorf ums Leben. Auf Wunsch ihrer Mutter zeigen wir das zur Verfügung gestellte Foto von Wiktoria ungepixelt.
Die 16-jährige Wiktoria kam vergangene Woche Mittwoch in Großröhrsdorf ums Leben. Auf Wunsch ihrer Mutter zeigen wir das zur Verfügung gestellte Foto von Wiktoria ungepixelt.  © privat

"Eine solche Beschreibung hilft nur dann weiter, wenn sie geeignet ist, einen bestimmten Personenkreis einzugrenzen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz am Mittwoch.

Das sei hier nicht der Fall, weil nur Geschlecht und eine grobe Beschreibung der Kleidung vorhanden seien. Der Zeuge habe in der Nähe des Tatorts zwar einen männlichen Verdächtigen gesehen, sich aber in erster Linie um die Schwerverletzte gekümmert.

Der genaue Hergang und ein mögliches Motiv der Tat am vergangenen Mittwoch sind weiter unklar. Bislang hat die Polizei nur mitgeteilt, dass ein Zeuge am Nachmittag eine schwer verletzte junge Frau im Bereich eines Garagenkomplexes in Großröhrsdorf gemeldet haben soll.

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Dort hätten die Beamten die Jugendliche gefunden. Sanitäter und Notarzt reanimierten die 16-Jährige und brachten sie ins Krankenhaus, wo sie später starb. Die Obduktion des Opfers ergab, dass Wiktoria an Stichverletzungen gestorben ist.

Polizei warnt vor Spekulationen

Die Polizei sucht derzeit im Umfeld der Getöteten nach dem Täter und vernimmt Zeugen. Sie warnt vor Spekulationen über Hintergründe der Tat in den sozialen Medien.

Solche Spekulationen hätten am Samstag bereits dazu geführt, dass sich in Großröhrsdorf ein Mann dazu berufen gefühlt habe, selbstständig gegen einen mutmaßlichen Täter vorzugehen.

"Die Polizei konnte das aber noch vereiteln und hat mit den Parteien gesprochen", sagte der Sprecher. Wer Hinweise zu der Tat habe, solle auf keinen Fall auf eigene Faust ermitteln, sondern sich an die Polizei wenden.

Titelfoto: Montage: dpa/Tino Plunert, privat

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