Trockenheit und Fisch-Räuber vermiesen Sachsens Teichwirten den Ertrag

Königswartha - Sachsens Teichwirte rechnen wegen der anhaltenden Trockenheit zu Beginn der Karpfensaison mit geringer Ausbeute. Zudem machen ihnen Räuber zu schaffen.

Binnenfischer sortieren zur Eröffnung der sächsischen Karpfen-Saison am Schlossteich Königswartha Karpfen.
Binnenfischer sortieren zur Eröffnung der sächsischen Karpfen-Saison am Schlossteich Königswartha Karpfen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Habe die negative Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren noch durch gute Erträge in Teichen mit gesicherter Wasserversorgung ausgeglichen werden können, sei die Bewirtschaftung in diesem Jahr vielerorts schwierig gewesen, sagte Andreas Stummer (37), Chef des Landesfischereiverbandes. 

Vor allem so genannte Himmelsteiche, die ausschließlich von Niederschlag gespeist werden, sind betroffen. Auf die Qualität der Fische habe der Wassermangel aber keinen Einfluss, betonte Stummer zum Start der aktuellen Karpfen-Saison am Samstag in Königswartha.

Doch die Trockenheit sorgt für ein weiteres Problem: Wenn die Wasserstände in den Teichen sinken, kommen die Räuber. Kormorane, Fischotter, Reiher und Seeadler haben so leichtes Spiel, an Beute zu kommen. 

Gerade begehrte "Beifische" wie Hecht, Zander, Schleie könnten in diesem Jahr Mangelware sein, schätzt Stummer. 

Diese Verluste seien für die Teichwirte nur schwer zu kompensieren, da mit ihnen die besten Preise auf dem Markt erzielt werden könnten.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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