Trotz Hitze bis 35 Grad: Hier ist Baden strikt verboten

Cranzahl - Die Sommerhitze hat Sachsen fest im Griff, am Sonntag können es im Freistaat laut DWD bis 35 Grad werden. Da ist man über jede Abkühlung dankbar. Aber Achtung, nicht bei jedem Gewässer ist der Sprung ins kühle Nass erlaubt.

Trinkwassertalsperren, wie die Talsperre Cranzahl sind keine Badeseen. Ein Sprung ins kühle Nass ist hier verboten.
Trinkwassertalsperren, wie die Talsperre Cranzahl sind keine Badeseen. Ein Sprung ins kühle Nass ist hier verboten.  © Uwe Meinhold

Die Landestalsperrenverwaltung weist aktuell dringend darauf hin, dass Trinkwassertalsperren keine Badeseen sind und das Baden darin verboten ist.

"Auch wenn die hochsommerliche Hitze an den Stausee lockt, darf das unmittelbare Ufer der Trinkwassertalsperren nicht betreten werden. Das dient dem Schutz und der Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung", schreibt die Behörde.

In Sachsen gibt es 23 Trinkwassertalsperren, darunter unter anderem Carlsfeld, Eibenstock, Sosa, Stollberg, Cranzahl, Einsiedel, Neunzehnhain I und II, Gottleuba, Radeburg II und die Obere Revierwasserlaufanstalt Freiberg.

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An den Trinkwassertalsperren sind verschiedene Schutzzonen ausgewiesen, wo geregelt ist, welche Aktivitäten erlaubt sind.

Schilder weisen auf Schutzzonen hin

Die aufgestellten Schilder sind dabei unbedingt zu beachten.

So darf bei der Schutzzone I das Gebiet außerhalb der offiziellen Wege nicht betreten werden, Baden, Wassersport, Grillen und Zelten sind verboten. "Sie (die Schutzzone, d. Red.) umfasst die Wasserflächen und die Ufer der Trinkwassertalsperren. Wie breit der Uferstreifen ausfällt, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und vom Füllstand der jeweiligen Talsperre ab", so die Landestalsperrenverwaltung.

Das Verbot gilt im Übrigen nicht nur für Zwei-, sondern auch für Vierbeiner. Pferdebesitzer und Hundehalter dürfen ihre Tiere nicht an den Stauseen tränken oder baden lassen.

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer Anzeige rechnen, denn immerhin wird damit unser wichtigstes Lebensmittel geschützt. Zudem gibt es neben Stauseen und Freibädern noch zahlreiche andere Gewässer, die eine wohltuende Abkühlung bieten.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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