Trotz unsicherem Weihnachtsgeschäft: In der Lausitz wird schon massenhaft Glühwein produziert

Sohland - Die ersten Weihnachtsmärkte haben bereits abgesagt, in einigen Bundesländern wird der Ausschank von Glühwein und Punsch heftig diskutiert. Auch die Sachsen bangen um ihren Budenzauber. Doch bei der Lausitzer Früchteverarbeitung wird seit drei Wochen Weihnachtsmarkt-Glühwein en masse produziert. Ein riskantes Geschäft.

Maximilian Deharde (39), Geschäftsführer der Lausitzer Früchteverarbeitung.
Maximilian Deharde (39), Geschäftsführer der Lausitzer Früchteverarbeitung.  © Norbert Neumann

Die Lausitzer sind sachsenweit und auch überregional für ihren Früchteglühwein bekannt, ihr Kassenschlager ist der Dresdner Striezel Glühwein. Jährlich werden in Sohland rund 400.000 Liter in Fässern und bis zu 800.000 Liter Glühwein in Flaschen produziert. 

Die Früchteverarbeitung beliefert das Großgebiet zwischen Cottbus, Chemnitz und Leipzig jährlich mit Glühwein, teils auch überregional.

Bei der Lausitzer Früchteverarbeitung schaut man allerdings besorgt in Richtung Jahresende. "Unsere größten Kunden sind unter anderem der Striezelmarkt, die Märkte am Neumarkt und im Stallhof, das Dynamo-Stadion und der Bautzner Wenzelsmarkt und Königstein", sagt Geschäftsführer Maximilian Deharde (39). "Bautzen und Königstein haben bereits abgesagt."

Bei den Produzenten ist man dieses Jahr auf alle Eventualitäten eingestellt. "Wir versuchen, an Gastronomen heranzutreten und sie auf die Möglichkeit des Ausschanks in ihren Außenbereichen hinzuweisen." 

Das wohl größte Fiasko wäre ein Ausschankverbot auf sächsischen Weihnachtsmärkten. 

Glühwein gehört zur Adventszeit dazu. Doch der Ausschank ist dieses Jahr umstritten.
Glühwein gehört zur Adventszeit dazu. Doch der Ausschank ist dieses Jahr umstritten.  © imago/Westend61
Der Lausitzer Weihnachtsmarkt-Glühwein wird schon in die Fässer abgefüllt.
Der Lausitzer Weihnachtsmarkt-Glühwein wird schon in die Fässer abgefüllt.  © Holm Helis

"Ein generelles Alkoholverbot auf den Märkten wäre heftig, dann hätten wir ein richtiges Problem", sagt Deharde.

Titelfoto: Norbert Neumann

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