Typ fährt ohne Maske und Ticket Zug: Es war wohl seine letzte Fahrt für lange Zeit!

Leipzig/Dresden - Ein 59-jähriger Mann wurde von Zugfahrten ausgeschlossen, nachdem er sich mehrere Fehltritte auf der Strecke von Leipzig nach Dresden geleistet hatte.

Polizisten führen auf dem Dresdner Hauptbahnhof Identitätskontrollen von Personen durch (Symbolbild).
Polizisten führen auf dem Dresdner Hauptbahnhof Identitätskontrollen von Personen durch (Symbolbild).  © dpa/zb/Robert Michael

Wie die Dresdner Bundespolizeiinspektion am heutigen Montag mitteilte, war der Mann am Samstagmittag mit einem Intercity der Deutschen Bahn von Leipzig nach Dresden unterwegs. Er verfügte jedoch weder über ein Ticket noch über eine Mund-Nasen-Schutz, der jedoch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden muss.

Laut den Beamten stieg der 59-jährige Österreicher in Leipzig zu. Als sein Ticket kontrolliert werden sollte, beleidigte der Reisende den Bahn-Angestellten mit den Worten "Du Vogel". Einen Fahrschein konnte er nicht vorweisen, die Schutzmaske trug er nicht.

Dafür erhielt der Mann sofort einen sogenannten Beförderungsausschluss - der 59-Jährige darf also nicht mehr Zug fahren!

In Riesa hätte er deshalb den Fernverkehrszug verlassen müssen. Doch der Aufforderung des Mitarbeiters kam er nicht nach, stattdessen wurde er zunehmend aggressiv, wie die Beamten weiter mitteilten.

Mehrere Anzeigen bei Bundespolizei und Gesundheitsamt gegen Maskenverweigerer

Ein Intercity-Zug (IC 2) der Deutschen Bahn (Symbolbild).
Ein Intercity-Zug (IC 2) der Deutschen Bahn (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Der Zugbegleiter alarmierte aus diesem Grund die Bundespolizei und informierte die Beamten während der Weiterfahrt über den renitenten Reisenden.

Am Bahnhof Dresden-Neustadt stiegen die Bundespolizisten zu. Doch zwischenzeitlich schloss sich der Österreicher, der nun in Würzburg lebt, auf einer Toilette ein und verhinderte das Öffnen der Tür durch das Verbarrikadieren mit Gepäckstücken.

"Die Bundespolizisten forderten den Mann auf, die Türe zu öffnen. Der Aufforderung kam er nicht nach", so die Bundespolizei dazu. Wenig später kam er der Forderung dann doch zögerlich nach.

Nun ermitteln die Bundespolizisten wegen Erschleichens von Leistungen und Beleidigung sowie das Gesundheitsamt wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz gegen den 59-Jährigen.

Wie lange sein Beförderungsausschluss gilt, blieb vorerst offen.

Titelfoto: Montage: dpa/Julian Stratenschulte, dpa/zb/Robert Michael

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