Uhrmacher lernen in Glashütte jetzt Demokratie

Glashütte - Nicht nur meckern, sondern handeln! Die Nomos-Uhrenmanufaktur in Glashütte macht ihren Mitarbeitern neuerdings ein ganz besonderes Angebot: "Demokratie lernen".

In Glashütte werden seit über 170 Jahren Uhren gefertigt.
In Glashütte werden seit über 170 Jahren Uhren gefertigt.  © DPA / Ralph Hirschberger

"Wir treten damit der Ausbreitung von Verschwörungsmythen und gezielter Desinformation im Netz bewusst entgegen", so Geschäftsführerin Judith Borowski.

Die Firma engagiere sich bereits seit knapp drei Jahren mit Workshops als "Demokratieverstärker".

Das neue Projekt bietet in einem über acht Wochen laufenden Ansatz Einblicke in digitale Bürgerkultur und vermittelt Kompetenzen für die Kommunikation im Netz.

Denn nicht nur, aber insbesondere in Ostdeutschland sei Demokratie schutzbedürftig.

Die Gründe für teils mangelnde Wertschätzung nennt die Managerin "vielfältig": Brüche im Lebenslauf, Verlust von Identitäten, nach der Wende erlittene Traumata, Erfahrung von Entwertung, der Exodus vieler Ortschaften oder auch das Mediennutzungsverhalten.

Nomos-Geschäftsführerin Judith Borowski (51).
Nomos-Geschäftsführerin Judith Borowski (51).  © PR

Außer Nomos sind die Unternehmen Evonik, Kion Group, Volkswagen, UFA und ALBA Group in der ersten Phase dabei. Initiatoren sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, das Institute for Strategic Dialogue und die Robert Bosch-Stiftung.

Titelfoto: DPA / Ralph Hirschberger

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