Verrückte Kehrtwende im Absperr-Chaos in Supermärkten: Wer sieht da noch durch?

Sachsen - Man könnte meinen, die hohen Herren sitzen mit einem Würfelbecher im Ministerium! Mal entscheiden sie so, dann wieder völlig anders. So mag auch das unglaubliche Hickhack um das Spielzeugverbot erscheinen. Denn eigentlich durften Supermärkte diese Waren neuerdings nicht mehr verkaufen - bis jetzt!

Ein Edeka-Supermarkt in Pirna: Heute darf die frisch angebrachte Verhüllung schon wieder fallen.
Ein Edeka-Supermarkt in Pirna: Heute darf die frisch angebrachte Verhüllung schon wieder fallen.  © Marko Förster

Nach der eiligen Regelverschärfung am Freitag waren bereits am Wochenende in vielen Märkten Regale zugestellt, verhangen oder notdürftig mit Absperrband abgetrennt worden.

Das traf gerade vor Weihnachten so beliebte Artikel wie Spielzeug, DVDs oder Elektrowaren wie Toaster. Grund dafür war der enorme Ansturm auf die potenziell letzten Präsente für den Gabentisch.

Doch nun ist wieder alles anders: Wenn Supermärkte mehr als die Hälfte Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, darf auch der Rest wieder angeboten werden.

Kurzfristige Änderungen sind nicht erlaubt. Es gilt das Warenangebot vor dem 15. Dezember. "Wir hatten uns zunächst im Sinne des Infektionsschutzes für eine sehr strikte Variante entschieden", erklärt Staatssekretär Hartmut Mangold (63) aus dem Wirtschaftsministerium diese kaum praktikabel Idee.

"Es gab Grenzbereiche. Es war zudem mit hohem logistischen Aufwand verbunden, die kleine Geschäfte gar nicht leisten konnten. Es wäre eine Zumutung für eine Kassiererin, mit einem Kunden streiten zu müssen, ob ein Produkt zur Grundversorgung gehört oder nicht."

Kehrtwende für Supermärkte enthält noch einige Unklarheiten

Staatssekretär Hartmut Mangold (63)
Staatssekretär Hartmut Mangold (63)  © Thomas Türpe

Doch die Kehrtwende enthält gleich neue Unklarheiten. So gilt die neue Regel nicht, wenn die Konsumgüter in "klar abgegrenzten Abteilungen (etwa ein eigenes Stockwerk) angeboten werden". Zudem bleibt der Verkauf von "Aktionsware", die deutlich vom klassischen Sortiment abweicht, verboten ...

Titelfoto: Marko Förster, Thomas Türpe

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