Verwirrung um die ominöse 100: Was nun in Sachsen aufmacht und was nicht!

Dresden - Auf oder zu: Lagen bisher nur die Landkreise Vogtland, Erzgebirge, Zwickau und Nordsachsen über einer Inzidenz von 100, überstiegen am Sonnabend die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in ganz Sachsen erstmals wieder die kritische Marke von 100. Was bedeutet das für die ab dem heutigen Montag angekündigten Lockerungen?

Öffnen fast überall: weiterführende Schulen. Nicht jedoch im Vogtland, dort liegt die Inzidenz bei knapp unter 300.
Öffnen fast überall: weiterführende Schulen. Nicht jedoch im Vogtland, dort liegt die Inzidenz bei knapp unter 300.  © imago images/Pressedienst Nord/Björn Hake

Mit einem Wort: nichts. Die zu heute beschlossenen Lockerungen können eingeführt werden. Aber auf weitere Lockerungen muss gewartet werden.

Die Rückfallregelung, die der Freistaat in die aktuell gültige Corona-Verordnung eingebaut hat, tritt erst in Kraft, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist.

Und auch dann werden geplante oder bereits eingeführte Lockerungen nicht sofort zurückgenommen, sondern erst am zweiten Werktag nach Überschreiten des jeweiligen Grenzwerts.

Als Marken gelten die Inzidenzen von 35, 50 und 100.

Aber Verschiebungen von Lockerungen gibt es dennoch. Und zwar für die Gastronomie (Außenbereiche), für Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser und andere Veranstaltungsorte, Musik-, Kunst- und Tanzschulen, Bibliotheken und für den kontaktfreien Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich.

All das ist nun nicht mehr ab dem 22. März möglich, sondern erst, wenn die Inzidenz landesweit für 14 Tage in Folge wieder unter die 100er-Marke sinkt.

Das ändert sich zum heutigen Montag

Nicht ohne: Corona-Tests sind ab heute für alle Berufstätige mit Kundenkontakt Pflicht, etwa im Blumenladen.
Nicht ohne: Corona-Tests sind ab heute für alle Berufstätige mit Kundenkontakt Pflicht, etwa im Blumenladen.  © Imago Images/Sven Simon

Für den Moment bleibt es bei den folgenden Änderungen:

SCHULEN: Die 5. Klassen dürfen an die Schulen zurück. Geplant ist der Unterricht im Wechselmodell. Ein negativer Corona-Test ist verpflichtend - aber erst, wenn genügend Tests vorhanden seien, so Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU).

UNTERNEHMEN: Alle Beschäftigten und Selbstständigen müssen sich jetzt einmal wöchentlich testen lassen, wenn sie direkten Kontakt zu Kunden haben. Die Kosten übernimmt der Arbeitgeber. Ab 22. März gilt das auch für Büropersonal.

ZOOS UND MUSEEN: Sie dürfen wieder öffnen, und zwar mit Terminvergabe, Kontaktnachverfolgung und den üblichen Hygieneregeln. Allerdings nur, wenn die Wocheninzidenz in der Region unter 100 liegt.

Gar nicht affig: Zoos und Tierparks dürfen öffnen.
Gar nicht affig: Zoos und Tierparks dürfen öffnen.  © dpa/Friso Gentsch

Öffnen dürfen zudem Museen, Galerien und Gedenkstätten.

Titelfoto: Montage: dpa/Friso Gentsch, imago images/Pressedienst Nord/Björn Hake, imago images/Sven Simon

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