Viele Ausnahmen trotz hoher Inzidenzen: Das plant Sachsen für die neue Corona-Schutz-Verordnung

Dresden - Sachsen bekommt bald wieder eine neue Corona-Schutz-Verordnung - nun stehen die Eckpunkte der Neuerungen fest!

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU). (Bildmontage)
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU). (Bildmontage)  © Holm Helis

Obwohl die Corona-Zahlen auf vergleichsweise hohem Niveau sind, plant Sachsen Erleichterungen bei Großveranstaltungen sowie Ausnahmen für Weihnachtsmärkte und Bergparaden - wenn das Kabinett zustimmt.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) stellten am Dienstag in Dresden die Eckpunkte für die neue Corona-Schutz-Verordnung ab 21. Oktober vor und wagten einen Blick in die Adventszeit. Beschlossen werden soll das Ganze in der kommenden Woche.

Das sind die geplanten Änderungen:

Weihnachtsmärkte und Paraden

Bergparaden und Weihnachtsmärkte können in Sachsen unter bestimmten Bedingungen stattfinden.
Bergparaden und Weihnachtsmärkte können in Sachsen unter bestimmten Bedingungen stattfinden.  © Bernd März

Gesundheitsämter können Ausnahmen für Bergparaden und Weihnachtsmärkte zulassen.

Dabei kann auf Regeln wie 3G (Geimpfte, Genesene, Getestete), Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden - so lange, bis 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind (Vorwarnstufe).

Aber auch dann können die Märkte in Flanier- und Verweilbereiche aufgeteilt werden. Ist ein Verweilbereich (Essen und Trinken) auf maximal 1000 Besucher beschränkt, könne ebenfalls auf Maskenpflicht, Kontakterfassung und 3G-Regel verzichtet werden.

Bettenbelegung

Wie viele Betten in sächsischen Kliniken belegt sind, soll in der neuen Verordnung allein als kritischer Schwellenwert ausreichen, um schärfere Maßnahmen einzuführen. Damit will der Freistaat im Fall eines Anstieges der Infektionszahlen schneller reagieren können.

Veranstaltungen

Für das 2G-Optionsmodell - also genesen oder geimpft - soll die Beschränkung auf maximal 5000 Besucher bei Veranstaltungen entfallen. Geplant ist das für den Innen- und Außenbereich.

Maske im Unterricht

Nach den Herbstferien gilt Maskenpflicht an Sachsens Schulen. Ab 8. November soll sie dann weitgehend entfallen.
Nach den Herbstferien gilt Maskenpflicht an Sachsens Schulen. Ab 8. November soll sie dann weitgehend entfallen.  © dpa/Gregor Fischer

Nach den Herbstferien will Sachsen mit einer "Schutzwoche" einen Anstieg der Infektionen durch Urlaubsrückkehrer vermeiden, so Kultusminister Piwarz.

In dieser Zeit ist die Maske im Unterricht Pflicht, es wird intensiver getestet. Ab dem 8. November müssen Schüler ab der 5. Klasse keine Maske mehr im Unterricht tragen.

Derzeit sind drei von rund 1400 öffentlichen Schulen coronabedingt geschlossen.

Titelfoto: Holm Helis/Bernd März

Mehr zum Thema Sachsen: