Weil es zu lange schrie: Er schüttelte ein Baby ins Trauma!

Bautzen - Drei Tage! So lange sollte Ronny K. (42) im August letzten Jahres in Sohland/Spree auf seinen drei Monate alten Sohn Valentin aufpassen.

Ronny K. (42) hat seinen drei Monate alten Sohn heftig geschüttelt.
Ronny K. (42) hat seinen drei Monate alten Sohn heftig geschüttelt.  © Ove Landgraf

Doch schon am zweiten Tag war er damit überfordert und holte sich Hilfe von einem Nachbarn. 

Am dritten Tag kam es schließlich zu dem Vorfall, wegen dem er sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Bautzen verantworten musste.

Statt die Kindsmutter, die mit ihrer elfjährigen Tochter in einem Zeltlager war, um Hilfe zu bitten, hob er das schreiende Kleinkind aus seinem Bettchen, schrie es an und schüttelte es heftig. 

Als es dann ruhig war, legte er es zurück und fuhr am nächsten Tag mit ihm zum Zeltlager, um dort beim Grillen zu helfen. Dort bemerkte die Mutter sofort, dass etwas nicht stimmt. 

Arm und Bein auf der linken Seite des Kindes zuckten und beide Augen schauten nach links.

Es folgten Notarzt, Krankenhaus, Uniklinik. Eine MRT-Untersuchung zeigte schließlich kleinere Blutungen im Kopf des Babys, die auf ein Schütteltrauma hinwiesen. 

Strafzahlung an Kinderhilfsverein und Bewährung für Ronny K.

Daraufhin wurden Polizei und Jugendhilfe eingeschaltet. Erst jetzt beichtete Ronny K. was passiert ist. "Ich wusste nicht, dass man Kleinkinder nicht schütteln darf. Es tut mir leid."

Mit krampfhemmenden Mitteln und einer mehrwöchigen Physiotherapie konnten die Symptome erfolgreich bekämpft werden. Es sei ein großer Zufall, dass das Kind wohl keine bleibenden Schäden erlitten habe, sagte Amtsrichter Dirk Hertle. 

Er verurteilte Ronny K. zu einer Strafe von einem Jahr auf Bewährung und der Zahlung von 1200 Euro an den Verein "Kinder brauchen unsere Hilfe".

Titelfoto: Ove Landgraf

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0