Weil jetzt viele Operationen nachgeholt werden! In Sachsen wird das Blut knapp

Dresden - Weil die Krankenhäuser nach dem Corona-Lockdown viele Operationen nachholen müssen, ist der Bedarf an Blutspenden im Freistaat deutlich gestiegen.

Weil viele Operationen nachgeholt werden, ist der Bedarf an Blutspenden hoch.
Weil viele Operationen nachgeholt werden, ist der Bedarf an Blutspenden hoch.  © Christian Charisius

Damit die (Notfall-)Versorgung langfristig gewährleistet werden kann, müssen die Sachsen jetzt fleißig bluten.

"Ab Mitte Mai hat sich die Nachfrage aus den Krankenhäusern nach Blutprodukten innerhalb weniger Tage um bis zu 30 Prozent erhöht", erklärt Kerstin Schweiger (55) vom Blutspendendienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes.

"Das liegt vermutlich daran, dass der Regelbetrieb wieder gestartet ist und zudem aufgeschobene Operationen nachgeholt werden."

Noch gibt es Notvorräte in Sachsen. Aber: Derzeit ist nur noch ein Bevorratungsvorlauf für ein bis zwei Tage vorhanden.

"Die Blutpräparate kommen rein und gehen auch schon wieder raus", so Schweiger.

"Um vernünftig planen zu können, ist aber ein Vorlauf an Blutspenden für mindestens vier bis fünf Tage wünschenswert."

Die Sprecherin des DRK-Blutspendendienstes hofft deshalb auf einen regen Spenden-Zulauf: "Zu Beginn der Pandemie haben viele Menschen Blut gespendet, dadurch konnte die Notfallversorgung auch während der Krise bewerkstelligt werden. Jetzt hoffen wir darauf, dass sich noch viele weitere davon überzeugen lassen, Spender zu werden."

Anmeldung unter: terminreservierung.blutspende-nordost.de

Titelfoto: Christian Charisius

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