Wer macht denn so was? Baumfrevler vergiften frisch angepflanzten Wald

Bautzen - Was soll das denn, bitte schön? Seit Kurzem wächst bei Weißenberg ein kleines Wäldchen. Offenbar jemandem ein Dorn im Auge, denn mit Gift versuchte ein Naturfrevler jeden einzelnen Baum zu vergiften.

150 Bäume sollten eine ehemalige Müllkippe wieder begrünen.
150 Bäume sollten eine ehemalige Müllkippe wieder begrünen.  © privat

Eigentlich müsste jeder darüber froh sein: Bis vor zwei Jahren war das Grundstück noch eine wilde Müllkippe.

"Es wurde meinen Schwiegereltern 1960 enteignet", so die Besitzerin. "Der Staat hat den Anwohnern erlaubt, dort ihren Müll abzulagern." 1990 ging es zurück an die Familie, vor zwei Jahren musste sie den Müll beseitigen.

"Da das irgendwie befestigt werden musste und wir es schön haben wollten, haben wir im Mai 150 Bäume und Sträucher gepflanzt."

Am 20. Mai dann der Schock: "Wir waren mit der Baumschul-Chefin da", so die Grundstücksbesitzerin.

"Sie hat bemerkt, dass der Rindenmulch seltsam lag." Tatsächlich hatte jemand den Mulch beiseitegeschoben, ein weißes Pulver hingekippt und den Mulch wieder drübergelegt.

Vermutlich handelte es sich um giftiges Streusalz - bei jedem einzelnen Baum, insgesamt rund 50 Kilo!

Ein Baumfrevler versuchte, jeden einzelnen Baum zu vergiften.
Ein Baumfrevler versuchte, jeden einzelnen Baum zu vergiften.  © privat

"Wir tappen absolut im Dunkeln, wer so etwas macht", so die Betroffene. Nur weil es rechtzeitig entdeckt wurde, konnte ein Großteil des jungen Waldes gerettet werden.

Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, das Gelände wurde mittlerweile abgesichert.

Titelfoto: privat

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