Weit unter Bundesniveau: Sachsen noch immer deutsches Billiglohn-Land

Dresden - Billiglohn-Land Sachsen: Die Arbeitskosten im Freistaat liegen nach neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes weiter deutlich unter dem Bundesniveau.

Mit 19,03 Euro je Stunde ist die Gastronomie die Branche mit den geringsten Arbeitskosten.
Mit 19,03 Euro je Stunde ist die Gastronomie die Branche mit den geringsten Arbeitskosten.  © Christoph Schmidt/dpa

Pro Arbeitsstunde betrugen sie im Jahr 2020 im Schnitt 30,76 Euro. In Deutschland insgesamt summierten sich die Arbeitskosten auf 37,17 Euro je geleisteter Stunde. In Sachsen lagen sie somit 17,2 Prozent darunter.

Die Arbeitskosten beinhalten zum einen den Bruttoverdienst der Beschäftigten, zum anderen Lohnnebenkosten wie Sozialbeiträge der Arbeitgeber und Kosten der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Die Statistiker erheben alle vier Jahre eine Stichprobe dazu.

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Von 2016 auf 2020 gab es in Sachsen demnach den stärksten Anstieg im Gastgewerbe: um 27,4 Prozent. Im Branchenvergleich sind die Arbeitskosten in diesem Sektor trotzdem noch die geringsten mit 19,03 Euro je Stunde.

Am teuersten waren die Arbeitsstunden in Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungssektor (48,45 Euro) und der Energieversorgung (44,66 Euro).

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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