Weniger Grippe in Sachsen: Corona-Maßnahmen halten andere Erreger in Schach

Dresden - Corona ist überall, aber was ist mit dem Rest der Infektionskrankheiten? Jetzt herrscht Klarheit: 2020 gab es in Sachsen einen deutlichen Rückgang bei Windpocken, Grippe, Noroviren und Masern.

Grippe macht keinen Spaß, ist aber immer noch besser als Corona.
Grippe macht keinen Spaß, ist aber immer noch besser als Corona.  © Maurizio Gambarini/dpa

Herausgefunden hat das die Krankenkasse DAK-Gesundheit auf Basis von Daten des Robert-Koch-Instituts.

"Für die Analyse wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Masern, Tuberkulose, Windpocken und Noroviren berücksichtigt", heißt es zur Erklärung.

Die Gründe für den Rückgang sieht die DAK vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt hätten.

Auch Maßnahmen wie Homeoffice, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen hätten die Übertragung eingedämmt und damit insgesamt einen positiven Einfluss.

Konkret sank die Zahl der Windpocken von 1800 auf 840, die Zahl der Grippefälle ging von 23.000 auf rund 20.300 zurück. 

Doch bei aller Freude zu diesem Punkt: Laut Statistischem Landesamt sind im Dezember 2020 fast 9700 Menschen in Sachsen verstorben. Das ist die höchste Quote seit März 1986.

Damit ist die Zahl der Sterbefälle im Dezember 2020 fast doppelt so hoch wie im gleichen Monat des Vorjahres: Im Dezember 2019 starben in Sachsen 4937 Menschen.

Titelfoto: Maurizio Gambarini/dpa

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