Widerstand mit "Keimzeit": Ostritzer Friedensfest gegen Neonazi-Treffen

Ostritz - Konter mit "Keimzeit": Als Reaktion auf ein angekündigtes erneutes Treffen von Neonazis und Rechtsextremen plant die Stadt Ostritz für Ende September ihr 7. Friedensfest - unter Corona-Bedingungen.

"Nur die Liebe zählt": Wie hier vor zwei Jahren, organisiert die Stadt Ostritz auch dieses Jahr wieder ein Friedensfest - gegen Neonazis und für alle, die ein friedliches Zusammenleben schätzen.
"Nur die Liebe zählt": Wie hier vor zwei Jahren, organisiert die Stadt Ostritz auch dieses Jahr wieder ein Friedensfest - gegen Neonazis und für alle, die ein friedliches Zusammenleben schätzen.  © dpa/Daniel Schäfer

"Wir setzen damit erneut ein klares Statement, dass bei uns kein Platz ist für extremistische, rassistische oder fremdenfeindliche Ideen", sagte die Bürgermeisterin der ostsächsischen Stadt, Marion Prange (parteilos), am Dienstag.

Höhepunkt des bunten Programms vom 25. bis 27. September unter Einhaltung der Infektions- und Hygieneregeln bildet ein Konzert der Band "Keimzeit".

Anlass für das Fest ist eine auf dem Privatgelände des Hotels Neißeblick angemeldete Veranstaltung, zu der bis zu 750 Teilnehmer erwartet werden. 

Das Areal in Besitz eines Geschäftsmannes aus Hessen war bereits in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz rechter Zusammenkünfte.

Die Organisatoren des Friedensfestes gehen von sehr großem Zuspruch aus, vor allem wegen Keimzeit. Die Band hat zugesagt, kostenlos zu spielen. 

Für Ende September haben sich Neonazis und Rechtsextreme erneut in Ostritz angesagt.
Für Ende September haben sich Neonazis und Rechtsextreme erneut in Ostritz angesagt.  © dpa/Daniel Schäfer

Zur Finanzierung des Drumherums sollen per Crowdfunding 1700 Euro gesammelt werden. Die Kampagne wird in Kürze auf der Homepage oder bei Facebook gepostet.

Titelfoto: dpa/Daniel Schäfer

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