Wie bei den Tschechen! Sachsen hat seine erste Biertankstelle

Freiberg - Sachsen hat seine erste Biertankstelle! 

Mitarbeiterin Vivien Illgen (21) checkt die großen Kupfertanks in die - und aus denen - das Bier gepumpt wird.
Mitarbeiterin Vivien Illgen (21) checkt die großen Kupfertanks in die - und aus denen - das Bier gepumpt wird.  © Maik Börner

Das ist für Liebhaber des kühlen Hopfenschmauses noch spektakulärer, als es so schon klingt. Denn so bekommt man den Gerstensaft in seiner Urform ohne thekenübliche Veränderungen ins Glas. Und zwar in den drei Zapfstilen, die in Böhmen die Genießer so frohlocken lassen.

Fünf Jahre lang hat Michael Tolksdorf von der Freiberger "Stadtwirtschaft" bei der Pilsner-Urquell-Brauerei gebaggert, damit er den neuesten Trend der Zapfwirtschaft auch hier einführen darf. Die Tschechen sind da mit ihren Exklusivrechten recht eigen. Doch dann stimmten sie zu.

Nun kommt der biergefüllte Tank direkt aus der Brauerei nach Freiberg und wird hier unter Vakuumbedingungen in fünf Kupfertanks umgefüllt. Das Bier wurde nicht pasteurisiert, kommt nicht mit Sauerstoff in Berührung und benötigt keine zusätzliche Kohlensäure. Ergebnis: noch mehr Geschmack!

Der Barmann der Stadtwirtschaft musste extra zu einem Crashkurs nach Böhmen, um die drei Zapftechniken zu erlernen:

  • Šnyt (Schnitt): zur Hälfte Bier und Schaum für Malzaromen;
  • Mliko (Milch): nur Schaum für süße Karamellaromen und
  • Hladinka (Niveau): erst drei Zentimeter Schaum und dann das Bier darunter - die volle Vielfalt. 

Trotz Dienst? Nur fürs Foto: Beate Ueberschär (36) und Vivien Illgen (21) prosten sich zu.
Trotz Dienst? Nur fürs Foto: Beate Ueberschär (36) und Vivien Illgen (21) prosten sich zu.  © Maik Börner
Adrian Suckrow (22) hat das spezielle Zapfen drauf.
Adrian Suckrow (22) hat das spezielle Zapfen drauf.  © Maik Börner

Na dann - Prost!

Info: stadtwirtschaft.de

Titelfoto: Maik Börner

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