Wie lassen sich Impfskeptiker überzeugen? Sachsen hat einen Plan!

Dresden - Sachsen will Menschen, die einer Corona-Impfung kritisch gegenüber stehen, gezielt ansprechen.

Wie lassen sich Impfskeptiker dazu bewegen, doch auf Schutzimpfungen zu vertrauen? Sachsen will sie nun gezielt ansprechen.
Wie lassen sich Impfskeptiker dazu bewegen, doch auf Schutzimpfungen zu vertrauen? Sachsen will sie nun gezielt ansprechen.  © Christoph Schmidt/dpa

Dafür werden Postsendungen, Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie Social-Media-Filme vorbereitet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte.

Die Kampagne basiert auf einer Zielgruppenmodellierung, die das Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben hatte. Ziel war es, herauszufinden, wie und wo sich Impfskeptiker am besten erreichen lassen.

Die Untersuchung wurde im Erzgebirgskreis durchgeführt, weil die Impfquote dort mit weniger als 40 Prozent besonders gering ist.

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Basis der Untersuchung waren Daten einer Studie des Midem-Projekts an der Technischen Universität Dresden. Die Forschenden hatten untersucht, bei welchen Bevölkerungsgruppen die Skepsis vor einer Impfung besonders groß ist.

Das Ergebnis: Besonders viele Impfskeptiker gibt es unter Menschen mit geringem Einkommen, die als Arbeiterinnen und Arbeiter oder Freiberufler tätig sind, einen Realschulabschluss haben und Sympathien für die AfD hegen.

Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) sagte laut Mitteilung, dass Sachsen weiterhin möglichst viele Menschen für die Coronaschutzimpfung erreichen wolle. "Deshalb werden wir uns demnächst direkt an die Haushalte wenden, wo wir die Zielgruppe vieler noch nicht geimpfter Menschen vermuten. Dafür liefert uns die Studie wichtige Erkenntnisse."

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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