Wieder lange Wartezeiten an polnischer Grenze, schwangere Frau aus Stau geholt

Görlitz/Frankfurt (Oder) - Den Vatertag verbringen heute viele Reisende auf den deutschen Autobahnen, denn schon wieder gibt es an der Grenze von Deutschland nach Polen kilometerlange Staus.  

A4 bei Weißenberg: Schon wieder massiver Grenzstau Richtung Polen, nichts geht mehr.
A4 bei Weißenberg: Schon wieder massiver Grenzstau Richtung Polen, nichts geht mehr.  © xcitepress

Wie eine Sprecherin der Polizei bestätigte, sei der Stau auf der Autobahn 12 inzwischen 30 Kilometer lang, auf der A15 seien es bereits 15 Kilometer. Beide Staus nehmen weiterhin zu.

Weiterhin von massivem Stau betroffen ist auch die A4, hier geht Richtung Polen derzeit nichts mehr. Zeitweilig staute sich der Verkehr hier bis auf bis etwa 50 Kilometer. Am Nachmittag schrumpfte die Blechlawine auf rund 20 Kilometer. Allerdings war sich die Polizei nicht sicher, ob nicht noch eine weitere Welle kommt.

In einem Tweet warnt die Brandenburger Polizei: "Bitte nur nötige Reisen antreten! Ausreichend Getränke mitnehmen! Rettungsgasse bilden!" 

Der Grund für die langen Wartezeiten an den Grenzübergängen seien die Grenzkontrollen in Polen. Neben Heimfahrern nach Polen seien auch Lkw unterwegs, die durch Polen fahren. 

Auf Nachfrage von TAG24 bestätigte eine Sprecherin der Polizei Görlitz, dass mehrere Notrufe am Donnerstag eingingen - von Menschen, die im Stau warten mussten und vor allem über Unwohlsein klagten. 

Manche mussten auch dringend auf die Toilette und riefen deshalb bei der Polizei an.

Schwangere Frau aus Stau geholt

Rettungskräfte holten am Donnerstagvormittag eine schwangere Frau aus einem Stau bei Görlitz.
Rettungskräfte holten am Donnerstagvormittag eine schwangere Frau aus einem Stau bei Görlitz.  © Danilo Dittrich

Gegen 11.30 Uhr rief außerdem eine schwangere Frau an, die im Stau auf der A4 wartete und stundenlang nichts gegessen und getrunken haben soll. Ein Rettungswagen und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes holten die Schwangere, die im fünften Monat ist, aus der Autoschlange raus.

Titelfoto: xcitepress

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