Wieder Warnstreiks in Sachsen: Produktion im Leipziger BMW-Werk steht still

Leipzig - Nachdem es in der vierten Runde der Tarifverhandlungen für Sachsens Metall- und Elektroindustrie keine Einigung gegeben hat, hat die IG Metall für Dienstag zu neuen Warnstreiks aufgerufen.

Die IG Metall hat für den heutigen Dienstag zu erneuten Warnstreiks in Sachsen aufgerufen. (Archivbild)
Die IG Metall hat für den heutigen Dienstag zu erneuten Warnstreiks in Sachsen aufgerufen. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie Gewerkschaftssprecher Bernd Kruppa am Dienstagmorgen mitteilte, steht die gesamte Produktion im BMW-Werk in Leipzig seit Dienstag, 5.30 Uhr still.

Insgesamt beteiligen sich den Angaben nach etwa 5500 Beschäftigte an der ganztägigen Warnstreikaktion.

Im Verlauf des Tages soll es mit einer Kundgebung am Werk des Autoteileherstellers Vitesco in Limbach-Oberfrohna und einer Frühschluss-Aktion am Clarios-Werk in Zwickau weitergehen.

Grund für die erneuten Warnstreiks ist unter anderem der Streit um das von der Gewerkschaft geforderte tarifliche Angleichsgeld.

Die IG-Metall-Bezirksleiterin für Sachsen und Berlin-Brandenburg, Birgit Dietze, sagte am Montag, dass die Beschäftigten der Branche in Sachsen und Berlin-Brandenburg 8,5 Prozent weniger Entgelt in der Stunde erhalten.

Grund sei die höhere Wochenarbeitszeit von 38 statt 35 Stunden. Daher seien die Pilot-Übernahmen anderer Gebiete keine Referenz.

In Sachsen-Anhalt etwa hatten sich die Metall- und Elektroindustrie und die Gewerkschaft vorige Woche auf eine Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen geeinigt.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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