Windräder und Solarmodule auf 33.000 Hektar: LEAG will Öko-Strom für 4 Millionen Haushalte produzieren

Cottbus/Dresden - Arbeitsplätze für Sachsen - Power für die Republik: Der Energiekonzern LEAG will in der Lausitz einen bundesweiten Hotspot für Erneuerbare Energien aufbauen. Das Megaprojekt mit einer Leistung von sieben Gigawatt soll 4 Millionen Haushalte versorgen.

LEAG-Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer (60): Das Projekt ist ein Jobmotor.
LEAG-Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer (60): Das Projekt ist ein Jobmotor.  © LEAG

Geplant seien Windenergieanlagen und Solarmodule für Gesamtinvestitionen von rund 10 Milliarden Euro, so der Vorsitzende des LEAG-Vorstands, Thorsten Kramer (60). Zudem behält sich der Konzern vor, eine eigene Solarmodulproduktion zu errichten.

Bis 2030 soll eine Leistung von sieben Gigawatt erreicht werden, diese bis 2040 auf das Doppelte ausgebaut werden.

"Das ganze Projekt ist ein starker Jobmotor für Ostdeutschland", sagte Kramer. Wie viele Jobs entstehen, sagte er nicht. Die LEAG gebe der Energiewende in Sachsen damit einen Schub, so Sachsens Energieminister Wolfram Günther (49, Grüne).

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Allerdings müssten nun auch Bürgerenergie-Genossenschaften, Kommunen und Projektträger zum Zug kommen.

Die für das Projekt benötigten Flächen liefert die Tagebau-Folgelandschaft. In Sachsen und Brandenburg stehen dezentral insgesamt 33.000 Hektar zur Verfügung, gebraucht werden aber nur etwa 12.000 Hektar.

Geht bei der Rekultivierung der Tagebauflächen alles mit rechten Dingen zu?
Geht bei der Rekultivierung der Tagebauflächen alles mit rechten Dingen zu?  © dpa/Patrick Pleul

Für die Rekultivierung seien eigens Gesellschaften gegründet worden, in die die LEAG einzahlen sollte, so die Linke und kritisiert, dass sich der Konzern damit in andere Gesellschaften einkaufe, die zu 49,9 Prozent ihr Geld mit der Kohle verdienen.

Für Antonia Mertsching (37, Linke) ein Skandal. Sie forderte die Staatsregierung auf, offenzulegen, bis wann und wie viel die LEAG einzahlen müsse und vor allem, wofür das Vorsorge-Geld genutzt werden dürfe.

Titelfoto: LEAG

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