Zeit für Federweißer! Wackerbarth zwickt die Reben

Dresden - In Sachsen hat die Weinlese begonnen. Auf dem Staatsweingut Wackerbarth griffen die Winzer zur Schere und zwickten die ersten Trauben der frühreifen Reben-Früchtchen "Solaris".

Auf Wackerbarth wird derzeit jeder gebraucht: Auch Weinbauleiter Till Neumeister (36) legt bei der Lese mit Hand an.
Auf Wackerbarth wird derzeit jeder gebraucht: Auch Weinbauleiter Till Neumeister (36) legt bei der Lese mit Hand an.  © Thomas Türpe

Bereits in aller Frühe waren die Helfer in den Lagen des barocken Weinguts unterwegs, um die ersten 300 Rebstöcke Solaris für den "Weißen" sowie die Rebsorte Frühburgunder für den Rosé zu lesen.

"Solaris eignet sich auch besonders für Federweißen", so Wackerbarth-Sprecher Martin Junge (36).

Für den spritzigen Jungwein gibt's übrigens bald eine eigene Sause: Am 11. und 12. September steigt auf Wackerbarth das Federweißer-Fest.

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Das Weinjahr 2021 war für die Winzer bislang eine echte Herausforderung: Das feucht-warme Juniwetter brachte erhebliche Wachstumsschübe in die Weinberge.

Die wuchernden Triebe (täglich bis zu sieben Zentimeter!) erforderten besonders viel Aufwand beim Rückschnitt, um die wertvollen Reben vor dem Verkümmern zu retten.

Aus allen Wackerbarth-Betriebsbereichen wurden dafür Helfer herangezogen. Sogar Weinliebhaber packten privat mit an.

Arbeiterinnen im Weinberg des Herrn: Die Winzerinnen Ira Marie Hausdorf (20) und Josefine Büttner (25, v.l.) füllen die Bütten mit Reben im Akkord.
Arbeiterinnen im Weinberg des Herrn: Die Winzerinnen Ira Marie Hausdorf (20) und Josefine Büttner (25, v.l.) füllen die Bütten mit Reben im Akkord.  © Thomas Türpe

Für den endgültigen Erfolg im Weinberg kommt es jetzt auf das richtige Wetter an: Viel Wärme und viel Sonne. "Der Herbst macht das Weinjahr", sagte Weinbauleiter Till Neumeister (36). Es bleibt spannend im Weinberg.

Titelfoto: Thomas Türpe

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