Zu viel Fracht auf Straßen statt auf Schiffen: Grüne kritisieren "Sächsische Binnenhäfen"

Dresden - Die Bündnisgrünen im Landtag fordern eine Diskussion über den Geschäftsbetrieb der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO).

Die sächsische Staatstochter SBO hat ihren Sitz im Dresdner Alberthafen.
Die sächsische Staatstochter SBO hat ihren Sitz im Dresdner Alberthafen.  © dpa/Monika Skolimowska

Die Tochter des Freistaates Sachsen feiere sich für gestiegene Umschlagszahlen, sei aber vorwiegend auf der Straße unterwegs.

"Die SBO hat 2019 mit einem Fehlbetrag von etwa 575.000 Euro das zweitschlechteste Finanzergebnis der vergangenen zehn Jahre erwirtschaftet. Seit 1992 ist der Fehlbetrag auf 16,5 Millionen Euro angewachsen. Das passt in meinen Augen nicht zu den Erfolgsmeldungen der SBO", so der Dresdner Abgeordnete Thomas Löser (48, Grüne).

Angesichts dieser Entwicklung und angesichts kritischer Zukunftsprognosen zur Schiffbarkeit der Elbe müsse zum Beispiel der geplante Ausbau des Riesaer Hafens hinterfragt werden.

Für 20.000 Euro! Feuerwehr in Nordsachsen wird mit Drohnen ausgestattet
Sachsen Für 20.000 Euro! Feuerwehr in Nordsachsen wird mit Drohnen ausgestattet

Überhaupt bestehe die Gefahr einer dauerhaften Verknappung des Schiffsraumes auf der Elbe. Schon jetzt stört Löser: Die Steigerungen wurden durch Verlagerung von Fracht auf Straße und Schiene erzielt - eben zulasten der Häfen.


Thomas Löser (48, Grüne).
Thomas Löser (48, Grüne).  © imago images/Sven Ellger

Die SBO waren am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Titelfoto: dpa/Monika Skolimowska/imago images/Sven Ellger

Mehr zum Thema Sachsen: