Zug fährt in Kuhherde: Strecke für mehrere Stunden gesperrt!

Kohlwesa - Zwischen Löbau und Bautzen kam es in der Nacht zum heutigen Donnerstag zu einem folgenschweren Zugunfall.

Die Kuh verstarb am Unfallort.
Die Kuh verstarb am Unfallort.  © Bundespolizeiinspektion Ebersbach

Gegen 23.50 Uhr stieß ein Trilex-Triebwagen auf der unbeleuchteten Strecke bei Kohlwesa mit einer Kuh zusammen. Der Lokführer leitete zuvor noch eine Schnellbremsung ein, doch die Kollision war unvermeidbar, teilte die Bundespolizei in Ebersbach am Donnerstag mit.

Der Verkehr kam auf der Verbindung von Dresden nach Görlitz zum Erliegen. Ganze vier Stunden brauchten alarmierte Polizisten und Feuerwehrleute, um die Unfallstelle freizugeben.

Grund dafür war, dass das Nutzvieh nicht allein unterwegs war. Zehn andere Kühe aus derselben Herde befanden sich ebenfalls im Gleisbereich und mussten von den Kameraden der Feuerwehren Breitendorf und Hochkirch wieder auf ihre Weide geführt werden.

Als die Bundespolizisten gemeinsam mit dem Tierhalter den Weidezaun kontrollierten, stellten sie fest, was zum Unglück führte: Die Tiere trampelten die Absperrung an einer Stelle einfach nieder.

Bundespolizei ermittelt wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr

Ein Trilex-Zug erfasste die verirrte Kuh.
Ein Trilex-Zug erfasste die verirrte Kuh.  © Thomas Türpe

Die angefahrene Kuh verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lokführer des Trilex-Zuges blieb unverletzt, ebenso seine Fahrgäste. Am Diesel-Zug entstand zudem Sachschaden in bislang ungeklärter Höhe.

Der Tierhalter prüfe zwar täglich den Zustand seines Weidezaunes, erklärte er den Beamten. Nun muss er sich jedoch trotzdem wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.

Titelfoto: Montage: Thomas Türpe, Bundespolizeiinspektion Ebersbach

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