Zum Glück war's nur eine Übung: Zum Warntag lief einiges schief

Dresden - Heulende Sirenen, piepsende Warn-Apps, Durchsagen in TV und Radio - nach 30 Jahren haben die Behörden am Donnerstag bundesweit mal wieder den Ernstfall geprobt. Doch so richtig geflutscht hat der Testlauf in Sachsen nicht...

Oberbrandinspektor Michael Klahre (40) löst den Alarm mit einem Mausklick aus.
Oberbrandinspektor Michael Klahre (40) löst den Alarm mit einem Mausklick aus.  © Steffen Füssel

Punkt elf Uhr wurde es laut im Freistaat (TAG24 berichtete). Aber: Nicht alle der insgesamt 3200 Sirenen hatten den Probealarm ausgelöst. 

Deshalb gebe es in den kommenden Tagen eine entsprechende Auswertung mit dem Bund und den Kommunen, teilte das Innenministerium mit. Für Sachsen sei der erste Warntag trotzdem ein wichtiger Test gewesen.

Das findet auch Michael Klahre (40) von der Dresdner Feuerwehr: "Bei der Entwarnung hatten wir technische Probleme", erzählt der Oberbrandinspektor. "Jetzt wissen wir, wo wir noch nachsteuern müssen. Für uns hat der Probelauf damit seinen Zweck erfüllt."

Auch bei den Warn-Apps lief es alles andere als rund. Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) bekanntgab, habe die bundesweite Meldung wegen der "nicht vorgesehenen zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen" nur verspätet zugestellt werden können. 

Stadtdirektor Andreas Rümpel (61,l.) und Michael Klahre (40) beobachten den Probealarm.
Stadtdirektor Andreas Rümpel (61,l.) und Michael Klahre (40) beobachten den Probealarm.  © Steffen Füssel
Nicht alle der insgesamt 3200 Sirenen in Sachsen hatten den Probealarm ausgelöst.
Nicht alle der insgesamt 3200 Sirenen in Sachsen hatten den Probealarm ausgelöst.  © Maik Boerner

Die Gefahrenmeldungen kamen etwa eine halbe Stunde später als geplant. Weitere zehn Minuten später folgte die Entwarnung.

Der sogenannte Warntag, der nun jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden soll, dient als Vorbereitung auf Gefahrenlagen - Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge.

Titelfoto: Maik Boerner/Steffen Füssel

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