Zweiter GDL-Streiktag: Diese Einschränkungen kommen auf Sachsen zu

Leipzig - Wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) müssen sich Bahnreisende in Sachsen auch am Freitag auf zahlreiche Einschränkungen einstellen.

Bereits am ersten GDL-Streiktag mussten sich Reisende an Sachsens Bahnhöfen auf längere Wartezeiten einstellen.
Bereits am ersten GDL-Streiktag mussten sich Reisende an Sachsens Bahnhöfen auf längere Wartezeiten einstellen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Ersatzfahrplan sei allerdings auch am zweiten Streiktag stabil angelaufen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Freitagmorgen.

Bundesweit fahren demnach nur 25 bis 30 Prozent aller Fernzüge und rund 40 Prozent der Zügen im Regionalverkehr.

In Sachsen kommt es zu Beeinträchtigungen bei den Regionalzügen RB 113 und RE 50 zwischen Leipzig und Geithain beziehungsweise Leipzig und Dresden sowie dem RE 1 zwischen Glauchau und Göttingen, außerdem bei den S-Bahnen S2, S3, S4, S5 und S6 in und um Leipzig und S1 und S3 in und um Dresden.

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Alle anderen Linien sollen ersatzlos entfallen. Die Bahn empfiehlt Fahrgästen, ihre Reise nach Möglichkeit zu verschieben oder sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Einschränkungen zu informieren.

Fahrkarten können zudem kostenlos storniert werden.

Deshalb wird gestreikt

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder.

Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen.

Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit dem neuen Angebot hat sie nun 36 Monate in Aussicht gestellt sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

Bereits am Mittwochnachmittag war der Ausstand im Güterverkehr angelaufen. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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