Drama in sächsischem Tierpark: 90 Tiere getötet!

Limbach-Oberfrohna - Das Virus grassiert seit Wochen im Amerika Tierpark in Limbach-Oberfohna. Nun die traurigen Nachrichten: 90 Tiere mussten getötet werden!

Etwa 90 Vögel in 20 Arten mussten in Limbach-Oberfrohna getötet werden, auch Rosa-Löffler. (Symbolbild)
Etwa 90 Vögel in 20 Arten mussten in Limbach-Oberfrohna getötet werden, auch Rosa-Löffler. (Symbolbild)  © Steffen Füssel

Anfang März wurde bei zwei verstorbenen Blaukehlguans die Geflügelpest festgestellt.

Ab 8. März wurde dann durch einen Bescheid des Veterinäramtes des Landkreises Zwickau die Anlage sofort unter Quarantäne gestellt.

Die Vögel wurden in Ställen untergebracht und die Volieren mit Planen verschlossen. Diese Maßnahmen sollen Kontakte zu freilebenden Vögeln vermeiden und somit die weitere Verbreitung der Vogelgrippe verhindern. Seitdem dürfen auch nur noch Mitarbeiter mit entsprechender Schutzkleidung den Tierpark betreten.

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Leider halfen diese Maßnahmen nicht. Es sind mehr als 20 weitere Vögel gestorben, die mit Geflügelpest infiziert waren. Der Landkreis musste am 22. März eine Amtstierärztliche Verfügung über die Tötung der verbliebenen Vögel im Flamingoland erlassen, die dann am 23. März durchgeführt wurde.

"Betroffen waren etwa 90 Vögel in 20 Arten, wie Enten- und Halbgänse, Rosa-Löffler, Nachtreiher, Seidenreiher und Rosa-Sichler. Die Flamingos waren davon ausgenommen, sie befanden sich bei Ausbruch der Vogelgrippe noch im Winterquartier und hatten somit mit den anderen Tieren keinen Kontakt mehr.", teilt die Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna mit.

Danach wurde die Anlage umfangreich gereinigt und desinfiziert.

Alle Beteiligten hoffen nun, dass keine weiteren Vogelgrippe-Fälle auftreten. Am 30. März wird das Veterinäramt erneut Proben nehmen.

Geflügelpest auch im Vogtland: Stallpflicht!

Am Mittwoch hat das Landratsamt Plauen zum Schutz vor Geflügelpest den Vogtlandkreis als Risikogebiet ausgewiesen und eine Stallpflicht angeordnet.

Sie gilt für Hühner, Trut-, Perl- und Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse mit Ausnahme von Laufvögeln.

Laut einem Sprecher der Behörde ist es eine Vorsichtsmaßnahme, denn aktuell gebe es keinen Fall von Vogelgrippe.

Jeder Halter soll nun schnellstmöglich Art und Anzahl des Geflügels, Nutzungsart, Standort und Haltungsform beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt anzeigen.

Damit die Tiere nicht mit Wildvögeln in Kontakt kommen, sollen sie in geschlossenen Ställen oder in entsprechend gesicherten Gehegen gehalten werden.

Titelfoto: Steffen Füssel

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