Abgefahrene Ausstellung in Zwickau: Hier dreht sich alles ums Parken

Zwickau - Jeder nimmt Fahrzeuge wahr, wenn sie gefahren werden. Doch wenn sie stehen, dann sind sie für die meisten Menschen uninteressant. Anders in Zwickau: Das August Horch Museum widmet sich ab Dienstag in einer Sonderausstellung parkenden Autos im Laufe der Geschichte.

Kurator André Meyer (37) parkt einen 59 Kilogramm leichten Peel P 50 (Baujahr 1962).
Kurator André Meyer (37) parkt einen 59 Kilogramm leichten Peel P 50 (Baujahr 1962).  © Uwe Meinhold

Ausstellungs-Kurator André Meyer (37) erklärt: "Der Beweggrund der Ausstellung waren nackte Zahlen. Denn im Durchschnitt steht jedes Auto in 95 Prozent der Zeit. Das sind fast 23 Stunden am Tag! Und an über 100 Tagen im Jahr wird es überhaupt nicht bewegt."

Die Sonderausstellung "Parken - Autos im Stillstand" gibt einen historischen, technischen und kulturellen Einblick auf das Parken. Dies wird anhand von neun Fahrzeugen verdeutlicht.

Eine zentrale Frage der Ausstellung ist: Wie haben sich die Automobile im Laufe der Zeit in den Verkehr integriert?

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Eine Modellkutsche vom Typ Hurtu aus dem Jahr 1896 macht den Anfang. Beim Einparken hatte man hier den Rundumblick, weil man im Freien saß und nicht, wie später, in einem Autogehäuse. Ein langer Weg über Seiten- und Rückspiegel bis zu den hochempfindlichen Sensoren von elektronischen Einparkhilfen.

Außerdem wird ein "Slaby Beringer" aus dem Jahr 1924 präsentiert, der in seiner kleinen Holzgarage parkt. Das nur 59 Kilogramm leichte Mini-Auto "Peel P 50" - das kleinste Serienauto der Welt - aus dem Jahr 1962 konnte man sogar per Hand in eine Parklücke transportieren.

Ein Slaby Beringer (Baujahr 1924) in einer Holz-Garage.
Ein Slaby Beringer (Baujahr 1924) in einer Holz-Garage.  © Uwe Meinhold
Das August Horch Museum in Zwickau.
Das August Horch Museum in Zwickau.  © Uwe Meinhold

Die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis der Dauerausstellung enthalten. Die Ausstellung läuft bis 30. Oktober. Weitere Infos gibt's unter: www.horch-museum.de.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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