Wolf in der Gegend von Crimmitschau gesichtet

Dresden/Crimmitschau- In Westsachsen ist erneut ein Wolf nachgewiesen worden. Als Beleg dienen drei Fotos aus der automatischen Wildkamera eines Jägers, die das Raubtier Mitte Februar bei Crimmitschau ablichtete, teilte die Fachstelle Wolf im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag in Dresden mit.

Bei Crimmitschau wurde im Februar ein Wolf gesichtet. (Symbolbild)
Bei Crimmitschau wurde im Februar ein Wolf gesichtet. (Symbolbild)  © lightpoet/ 123 RF

Die Fotos seien aber nicht die einzigen Nachweise eines Wolfes in dieser Gegend. 

Die nachträgliche Untersuchung einer Speichelprobe von gerissenen Schafen Anfang Dezember 2019 in der Gemeinde Neukirchen ergab, dass mit großer Sicherheit ein Wolf der Verursacher war.

"Aktuell ist noch unklar, ob es sich bei den oben genannten Nachweisen um ein und denselben Wolf handelt. Auch kann im Moment nicht gesagt werden, ob sich das Tier nur kurzfristig in der Region aufhält oder dort sesshaft geworden ist", teilte die Fachstelle mit.

Diese Fragen sollen mit Hilfe des Wolfsmonitorings in den nächsten Monaten geklärt werden. Dazu könne auch die Bevölkerung einen wertvollen Beitrag leisten: "Wer einen Wolf sichtet oder Spuren entdeckt, soll das bitte zeitnah bei der Fachstelle melden."

Erstmals war 2014 im Landkreis Zwickau ein Wolf nachgewiesen worden. Der letzte Nachweis stammte vom 1. März 2018. Damals wurde bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 72 bei Niederfrohna ein Wolf getötet (TAG24 berichtete).

Vor rund einem Jahr gab es in Oberwiesenthal eine Wolfsattacke, damals wurden drei Schafe getötet.

Titelfoto: lightpoet/ 123 RF

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