Gewerkschaft fordert schnelle Lösung für Haribo-Standort

Wilkau-Haßlau - Nach dem Ende der Produktion im Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) hat die Gewerkschaft NGG mehr Tempo bei der Suche eines neuen Investors für den Standort angemahnt.

Im Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau wurde im Dezember die Produktion eingestellt. Nun wird ein Investor für den Standort gesucht.
Im Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau wurde im Dezember die Produktion eingestellt. Nun wird ein Investor für den Standort gesucht.  © Andreas Kretschel

"Die Uhr läuft", betonte Gewerkschafter Thomas Lißner am Montag. "Die kommenden Januarwochen werden entscheidend sein." Neben dem Süßwarenhersteller Haribo sieht er auch die Politik gefordert. Und es dürfe nichts über die Köpfe der Beschäftigten hinweg entschieden werden, mahnte Lißner:

"Drei zentrale Faktoren sind die Anzahl der Arbeitsplätze, eine tarifliche Bezahlung und eine nachhaltige Zukunftsperspektive für Betrieb und Beschäftigte."

Haribo hatte die Produktion in seinem einzigen ostdeutschen Werk mit rund 150 Mitarbeitern im Dezember eingestellt. Begründet wurde das Aus mit hohen Investitionen, die am Standort nötig seien.

Gegen diesen Schritt gab es massiven Protest. Für die Beschäftigten wurde ein Sozialplan geschlossen, so dass den Angaben zufolge vor April niemandem gekündigt wird.

Laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wird für den 13. Januar eine weitere Betriebsversammlung vorbereitet.

Titelfoto: Andreas Kretschel

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