Jetzt sind sie dem Tod geweiht! Wer hat die Streifenhörnchen "befreit"?

Glauchau - Einbrecher knackten den Käfig der Streifenhörnchen im Glauchauer Tiergehege! Die Nager büxten freilich sofort aus, wurden zuletzt im Carola-Park gesichtet. Doch es besteht kaum Hoffnung auf eine Rückkehr der Tiere.

Helfer Reinhard Serchen zeigt den Schaden am Streifhörnchenhaus, an dem er einst selbst mitgebaut hat.
Helfer Reinhard Serchen zeigt den Schaden am Streifhörnchenhaus, an dem er einst selbst mitgebaut hat.  © Andreas Kretschel

Günter Weise (65), Chef des betreuenden Haus- und Nutztiervereins, entdeckte den Verlust der Streifenhörnchen, als er sie morgens füttern wollte. 

Die Tiere besorgte sich der Verein erst vor Kurzem von einem Züchter, um den Kindern in Glauchau eine Freude zu machen. Weise ist stinksauer: "Hier hat keiner mehr Respekt vor fremdem Eigentum. Normalerweise müsste man alles abbauen." 

Bereits vor ein paar Wochen sind aus dem Glauchauer Gehege zwei Meerschweinchen verschwunden. Täter unbekannt.

Einen Lichtblick gab es: Nachbar Reinhard Serchen, der ehrenamtlich im Gehege hilft, sah einen der Nager sowohl am kaputten Gitterhaus als auch in der Umgebung rumklettern. Versuche, das Hörnchen einzufangen, blieben aber bisher erfolglos. 

Die Überlebens-Chancen in freier Natur stehen schlecht. "Die werden wohl die Krähen holen", so Günter Weise.

Ob er sich neue Streifenhörnchen besorgt? Unklar. Schließlich seien auch am Käfig mindestens 500 Euro Sachschaden (Wert der Tiere: jeweils 50 Euro) entstanden. 

Eins der beiden vermissten Streifenhörnchen wurde erst kürzlich gesehen, wie es am kaputten Käfig herumklettert.
Eins der beiden vermissten Streifenhörnchen wurde erst kürzlich gesehen, wie es am kaputten Käfig herumklettert.  © Andreas Kretschel

Eine Facebook-Gruppe sammelt jetzt Spenden für den Verein. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.

Titelfoto: Andreas Kretschel

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