Polizeieinsatz in Werdau! Hartz-IV-Empfänger droht, Arbeitsagentur in die Luft zu sprengen

Werdau – "Bombenstimmung" in der Arge in Werdau. Ein 34-jähriger Hartz-IV-Empfänger aus Lichtentanne drohte, die Verwaltung am Werdauer Markt in die Luft zu sprengen. Dummerweise hatte der Mann ohne unterdrückte Telefonnummer angerufen - das bedeutete schnellen Besuch von der Polizei.

Ein Hartz-IV-Empfänger (34) aus Lichtentanne drohte, die Arbeitsagentur in Werdau in die Luft zu sprengen. Kurz darauf bekam er Besuch von der Polizei (Symbolbild).
Ein Hartz-IV-Empfänger (34) aus Lichtentanne drohte, die Arbeitsagentur in Werdau in die Luft zu sprengen. Kurz darauf bekam er Besuch von der Polizei (Symbolbild).  © Bildmontage: 123rf/animaflorapicsstock, Patrick Seeger/dpa

Am Morgen gegen 9.30 Uhr wollte sich der Anrufer bei der Arge (Büro von Arbeitsagentur und Landkreis Zwickau) in Werdau über seiner Meinung nach zu geringe Leistungen beschweren.

Allerdings landete er im Callcenter der Arbeitsagentur in Nürnberg.

Die Mitarbeiter dort konnten seinem Frust nicht abhelfen. Daraufhin beendete der Anrufer das Gespräch mit der Drohung "Ich werde das Gebäude in die Luft sprengen" - und knallte den Hörer auf.

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Das Callcenter informierte die Arge in Werdau, die wiederum die Polizei alarmierte.

Da der Anrufer seine Telefonnummer hinterlassen hatte, hatten die Beamten leichtes Spiel bei der Identifizierung des Tatverdächtigen.

Minuten später rückte eine Streife bei dem Anrufer in Lichtentanne an, während ein Sprengstoff-Spürhund vorsichtshalber die Räume der Arge durchschnüffelte. Erfolglos.

Die Polizei nahm den Bombendroher mit zur Vernehmung. Dabei bestritt der 34-Jährige reale Spreng-Absichten. Dennoch laufen die Ermittlungen gegen ihn wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten".

Zudem stand der Beschuldigte unter Cannabis.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/animaflorapicsstock, Patrick Seeger/dpa

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