Verfolgung endet in Maisfeld: Polizei jagt mutmaßlichen Dieb durch mehrere Bundesländer

Hohenstein-Ernstthal/Fulda – Eine dramatische Verfolgungsjagd der Polizei endete am Montagmorgen mit der Flucht eines Autodiebs in ein Maisfeld bei Wüstenbrand. Doch dort war der Ganove nur wenige Minuten sicher vor seinen Häschern. Ein Polizeihubschrauber stöberte den Polen (24) im Getreide auf. Vorläufige Festnahme.

Der Flüchtige konnte schließlich festgenommen werden.
Der Flüchtige konnte schließlich festgenommen werden.  © Andreas Kretschel

In der Nacht zu Montag hatte der Tatverdächtige einen Mercedes Sprinter in der Nähe von Fulda gestohlen. Doch der Diebstahl flog schnell auf. Zunächst hessische, später thüringische Polizei verfolgte den Transporter über die A4

Der Pole dachte aber nicht ans Aufgeben, schüttelte die Streifenwagen immer wieder ab. Ab der Landesgrenze kamen Beamte aus Sachsen dazu, beteiligten sich an der Verfolgung des mutmaßlichen Autodiebs.

Zwischen Hohenstein-E. und dem Ortsteil Wüstenbrand war die Gelegenheit dann günstig. Mehrere Streifenwagen keilten den Transporter ein. Doch der Pole glaubte immer noch, entkommen zu können.

Der Mercedes wurde in Fulda geklaut.
Der Mercedes wurde in Fulda geklaut.  © Andreas Kretschel

A4 musste gesperrt werden

Wegen der Verfolgungsjagd musste die A4 gesperrt werden, es gab Stau.
Wegen der Verfolgungsjagd musste die A4 gesperrt werden, es gab Stau.  © Andreas Kretschel

Der Fahrer rammte einen Streifenwagen aus Thüringen zur Seite, verletzte einen Beamten (23). Dann sprang er aus dem Fahrzeug und rannte in ein dichtes Maisfeld. Für die Polizei zunächst ein unlösbares Mais-Labyrinth.

Doch die Beamten hatten eine gute Idee und riefen einen Polizei-Hubschrauber aus Dresden zur Hilfe. Der Helikopter kreiste ab kurz nach 8 Uhr über dem Maisfeld. Zehn Minuten später war der Flüchtige im Blick. Weitere sechs Minuten später hatten die Beamten auf der Erde den Verdächtigen umstellt und konnten ihn vorläufig festnehmen.

Auch der junge Pole hatte sich beim Unfall auf der Autobahn leichte Verletzungen zugezogen. Auf ihn warten jetzt zahlreiche Verfahren von Diebstahl bis Verkehrsgefährdung.

Die A4 Richtung Chemnitz musste nach der spektakulären Aktion für Stunden gesperrt, später teilweise gesperrt werden.

Titelfoto: Andreas Kretschel

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