Justizminister informieren sich über Baufortschritt von Großgefängnis

Zwickau - Nach enormen Bauverzögerungen wollen sich die Justizminister Sachsens und Thüringens am Freitag ein Bild vom Fortschritt am neuen Großgefängnis beider Länder in Zwickau machen.

Bis 2024 soll in Zwickau-Marienthal eine neue Haftanstalt entstehen. Am Freitag wollen sich die Justizminister von Sachsen und Thüringen ein Bild vom Baufortschritt machen. (Archivbild)
Bis 2024 soll in Zwickau-Marienthal eine neue Haftanstalt entstehen. Am Freitag wollen sich die Justizminister von Sachsen und Thüringen ein Bild vom Baufortschritt machen. (Archivbild)  © Peter Zschage

Eigentlich hätten dort längst Häftlinge einziehen sollen. Inzwischen ist davon die Rede, dass die Justizvollzugsanstalt mit insgesamt 820 Haftplätzen 2024 in Betrieb gehen soll.

Die Rohbauarbeiten waren vergangenen Herbst gestartet.

Der Bau wird allerdings nicht nur viel später fertig, sondern auch sehr viel teurer als ursprünglich geplant:

Simson brachte es auf 80 km/h! Jugendlicher flüchtet vor Polizei
Zwickau Simson brachte es auf 80 km/h! Jugendlicher flüchtet vor Polizei

Die Kosten wurden zuletzt auf rund 235 Millionen Euro beziffert (TAG24 berichtete).

Update, 16 Uhr: "Die Baupreise gehen momentan durch die Decke", sagte der Amtschef des Finanzministeriums, Dirk Diedrichs (58) am Freitag. Das betreffe nicht nur Baumaterial, auch würden viele Bauleistungen von den Firmen deutlich teurer angeboten als zuvor kalkuliert.

Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass die zuletzt veranschlagten 235 Millionen Euro für den Neubau nicht reichen werden. Bisher seien erst Aufträge über rund 150 Millionen Euro fest "bezuschlagt".

Für die übrigen Arbeiten liefen die Ausschreibungen noch oder würden vorbereitet. Ursprünglich war für das Gefängnis mit Kosten von 150 Millionen Euro ausgegangen, die Prognose zwischenzeitlich auf 174 Millionen angehoben worden.

Titelfoto: Peter Zschage

Mehr zum Thema Zwickau: