Lärm, Müll, zu nah an den Gleisen: Dieser "Spielplatz" macht mehr Ärger als Freude

Meerane - Die neue Freizeitanlage am Meeraner Bahnhof sorgt seit ihrer Eröffnung im Juli für Probleme. So berichten Anwohner unter anderem, dass sich Jugendliche öfter auf den benachbarten Gleisen aufhalten sollen. Mit verschiedenen Aktionen wollen Bundespolizei und Stadt nun die Sicherheit vor Ort erhöhen.

Karl (11) kommt fast täglich zur neuen Freizeitanlage am Meeraner Bahnhof.
Karl (11) kommt fast täglich zur neuen Freizeitanlage am Meeraner Bahnhof.  © Andreas Kretschel

Vor Kurzem brachten Mitarbeiter der Bundespolizei an der Bahnstrecke Plakate an, die vor den Gefahren der vorbeifahrenden Züge warnen sollen.

"Unsere Streifen sprechen Schüler und Jugendliche zudem aktiv an", sagt Jörg Leimbrock (52), Öffentlichkeitsmitarbeiter bei der Bundespolizeiinspektion Chemnitz.

Auch die Stadt nimmt die Beschwerden der Anwohner, die sich zudem über Lärm und Müll an dem Spielplatz aufregten, ernst.

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"Gegenwärtig erarbeiten wir Lösungsansätze, die von ordnungsrechtlichen Maßnahmen über verstärkte Sozialarbeit bis zur Demontage von Anlagen reichen können und werden", heißt es aus dem Rathaus. Dazu erfolge der regelmäßige Austausch mit dem Polizeirevier Glauchau.

Polizeihauptkommissar André Leistner bringt ein Plakat an, das Jugendliche vor den Gefahren beim Betreten der Gleise warnen soll.
Polizeihauptkommissar André Leistner bringt ein Plakat an, das Jugendliche vor den Gefahren beim Betreten der Gleise warnen soll.  © Andreas Kretschel
Nur ein kleiner Zaun trennt die Spielanlagen von den Gleisen.
Nur ein kleiner Zaun trennt die Spielanlagen von den Gleisen.  © Andreas Kretschel

Zu dem Konzept, was im kommenden Monat Bürgern und Stadtrat vorgelegt werden soll, gehören Aufklärungsarbeit von Sozialarbeitern vor Ort (mindestens zweimal wöchentlich), intensive Kontrollen des Gemeindlichen Vollzugsdienstes, mehr Papierkörbe sowie eine Prüfung von möglichen Öffnungszeiten der Anlage.

Titelfoto: Andreas Kretschel

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