Nach Schulbus-Crash mit mehreren Verletzten: Verkehrsunternehmen kündigt Suff-Fahrer (57)!

Wilkau-Haßlau - Unverantwortlich! Am Dienstag setzte sich ein Schulbus-Fahrer (57) besoffen ans Steuer, wollte drei Kinder von der Schule nach Hause fahren. Doch der Suff-Fahrer baute in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) einen heftigen Unfall. Nun ist er seinen Job los!

Ein betrunkener Schulbus-Fahrer (57) krachte am Dienstag in Wilkau-Haßlau frontal mit einem Citroën zusammen.
Ein betrunkener Schulbus-Fahrer (57) krachte am Dienstag in Wilkau-Haßlau frontal mit einem Citroën zusammen.  © Niko Mutschmann

Gegen 13.15 Uhr krachte der Busfahrer auf der Kirchberger Straße in Wilkau-Haßlau mit einem Seat frontal zusammen. Anschließend kollidierte der Kleinbus auch noch mit einem Citroën.

Die traurige Bilanz der Suff-Fahrt: mehrere Verletzte! Die Seat-Fahrerin (54) und ihr Beifahrer (85) wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Drei Kinder, die in dem Schulbus saßen, wurden leicht verletzt.

Auch der Schulbus-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Zudem stellte sich heraus, dass der Mann 1,2 Promille intus hatte.

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Der Arbeitgeber handelte sofort, kündigte dem 57-Jährigen! "Dieses unentschuldbare Verhalten unseres Mitarbeiters war Grund und Anlass für uns, das Arbeitsverhältnis zu beenden.", so der Burgstädter Personenverkehrs-Unternehmer Frank Fritzsche.

Der Fahrer war seit Februar bei dem Unternehmen angestellt, sei bis zum vergangenen Dienstag immer zuverlässig gewesen.

Kaum zu übersehen: Nach dem Crash fand die Polizei mehrere zerbrochene Bierflaschen im Schulbus. Wenig später stellte sich heraus, dass der Fahrer betrunken war.
Kaum zu übersehen: Nach dem Crash fand die Polizei mehrere zerbrochene Bierflaschen im Schulbus. Wenig später stellte sich heraus, dass der Fahrer betrunken war.  © Niko Mutschmann

Suff-Fahrer muss mit Freiheitsstrafe rechnen!

Der 57-jährige Busfahrer ist nicht nur seinen Job los, er muss nun auch mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe rechnen!

Wer laut dem Strafgesetzbuch "infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen und Leib oder Leben eines anderen Menschen (...) gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Heißt im Klartext: Der Suff-Fahrer könnte im Knast landen!

Zudem wird der 57-Jährige wohl so schnell kein Fahrzeug mehr fahren dürfen - nach dem Crash wurde der Führerschein des Mannes eingezogen.

Titelfoto: Niko Mutschmann

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