Nach Wahlsieg in Zwickau: Arndt will finanzielle Spielräume ausloten

Zwickau - Zwickaus künftige Oberbürgermeisterin Constance Arndt (43, parteilos) will rasch die finanziellen Spielräume der Stadt für die kommenden Jahre klären. 

Constance Arndt hatte im zweiten Wahlgang am Sonntag fast 72 Prozent der Stimmen geholt.
Constance Arndt hatte im zweiten Wahlgang am Sonntag fast 72 Prozent der Stimmen geholt.  © Ralph Koehler/Propicture

Mit der Haushaltsplanung für 2021 und 2022 unter Corona-Bedingungen stehe der Stadt eine große Herausforderung bevor, sagte die 43-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

Deswegen sei ein Kassensturz nötig. "Wahrscheinlich werden wir den Gürtel enger schnallen müssen, hoffentlich nicht so eng, dass uns die Luft wegbleibt."

Ihr Ziel sei es, Zwickau als wichtigen Automobilstandort trotz des Strukturwandels der Branche zu stärken, zugleich die Stadt aber auch wirtschaftlich breiter aufzustellen. 

Sie habe viele alternative Projekte kennengelernt, die es zu unterstützen gelte. Dabei gehe es etwa um neue Baustoffe, die Textilindustrie aber auch das Wohnen von morgen. Außerdem setzt sie auf eine stärkere Belebung der Innenstadt. Zwickau ist mit rund 89.000 Einwohnern Sachsens viertgrößte Stadt.

Arndt hatte sich im zweiten Wahlgang am Sonntag überraschend stark gegen ihre CDU-Konkurrentin, die Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, durchgesetzt und fast 72 Prozent der Stimmen geholt. Im ersten Wahlgang hatte sie noch mit 22 Prozent auf Platz 2 hinter Köhler gelegen. 

Arndt gehört im Stadtrat der Fraktion der Wählervereinigung "Bürger für Zwickau" an und hat bisher als Leitende Angestellte im Mode-Einzelhandel gearbeitet. Sie wird Nachfolgerin von Pia Findeiß (SPD), die nicht erneut für das Oberbürgermeisteramt kandidiert hat.

Titelfoto: Ralph Koehler/Propicture

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