Sie drohte Mitarbeitern mit dem Tod: Schreiberin von Drohbriefen geschnappt

Zwickau - Die Polizei hat am Mittwoch in Zwickau eine Schreiberin (67) von Drohschreiben geschnappt.

In Zwickau wurde am Mittwoch die Wohnung einer 67 Jahre alten Frau durchsucht, die mehrere Drohbriefe verfasst haben soll. Sie räumte die Taten ein. (Symbolbild)
In Zwickau wurde am Mittwoch die Wohnung einer 67 Jahre alten Frau durchsucht, die mehrere Drohbriefe verfasst haben soll. Sie räumte die Taten ein. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatten Ermittler des Staatsschutzes eine Wohnung in Marienthal durchsucht. Die Beamten arbeiteten seit 2015 an verschiedenen Fällen von Drohschreiben.

"Die Dokumente waren beim Finanzamt, bei den Städtischen Verkehrsbetrieben und anderen Einrichtungen eingegangen. Überwiegend wurde angedroht, dass bestimmte Mitarbeiter in Kürze zu Tode kommen würden", so ein Polizeisprecher.

Die Polizei war der Verdächtigen unter anderem durch die Herkunft des verwendeten Papiers auf die Schliche gekommen. "Bei einer darauf basierenden Durchsuchung am Mittwoch, wurden in der Wohnung der Zwickauerin weitere Beweismittel sichergestellt", teilte die Polizei mit. In einer Vernehmung räumte die 67 Jahre alte Deutsche die Taten ein.

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Die Staatsanwaltschaft hatte die Schreiben als Störung des öffentlichen Friedens durch Androhungen von Straftaten eingestuft, die Ermittlungen hatte der Staatsschutz übernommen, weil als Absender mehrmals eine erfundene rechte Gruppierung angegeben wurde.

"Ein rechtsextremistisches Motiv bestätigte sich nicht. Vielmehr wurde deutlich, dass die Beschuldigte eine Drohkulisse aufbauen wollte. Als Motiv kommt außerdem eine Persönlichkeitsstörung in Betracht", berichtet die Polizei.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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