Sie schweben in großer Gefahr: Kälber seit mehreren Tagen auf der Flucht

Hohenstein-Ernstthal - Im Hohenstein-Ernstthaler Ortsteil Wüstenbrand sind in dieser Woche mehrere Kälber ausgebüxt. Ein Tier konnte nach fast zweitägiger Flucht auf der A4 wieder eingefangen werden.

In Wüstenbrand sind mehrere Kälber abgehauen. Eines der Tiere konnte inzwischen eingefangen werden. (Symbolbild)
In Wüstenbrand sind mehrere Kälber abgehauen. Eines der Tiere konnte inzwischen eingefangen werden. (Symbolbild)  © Oleksii Mikhieienko/123RF

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte ein Zeuge am frühen Dienstagnachmittag acht Kälber gesichtet, die sich am Rand und auf der Wüstenbrander Straße aufhielten.

Die Polizei wurden alarmiert und prüften daraufhin weiträumig den Bereich und ein nahe gelegenes Waldstück bei der A4.

"Dort konnten sie ein weiß-braunes Kalb sichten. Es gelang ihnen jedoch nicht, das Tier einzufangen, was verschreckt in ein Rapsfeld flüchtete", berichtete ein Sprecher der Polizei Zwickau.

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Die Polizei machte den Besitzer der Tiere ausfindig und rief auch die örtliche Feuerwehr zu Hilfe, doch die gemeinsame Suche endete am Dienstag erfolglos.

Am späten Mittwochabend, gegen 23.30 Uhr, wurde wieder eines der Kälbchen gesichtet. Es lief an der Anschlussstelle Wüstenbrand die Auffahrt zur A4 hinauf.

"Um das Tier einfangen zu können, sperrten die Beamten daraufhin zur Sicherheit die Autobahn in Fahrtrichtung Erfurt komplett. Dank der Mithilfe eines Lkw-Fahrers konnte das Kälbchen unversehrt eingefangen werden und wurde behutsam von der Autobahn getragen", so die Polizei.

Tiere schweben nicht nur wegen Autobahn in großer Gefahr

Von den anderen Kälbern fehlt aber weiterhin jede Spur.

Für die Tiere stellen auf ihrer Flucht nicht nur die Autobahn und andere viel befahrene Straßen eine Gefahr dar, sondern auch ihr Alter. Die Kälber sind noch zu jung, um sich eigenständig von Pflanzen zu ernähren. Sie brauchen dringend Muttermilch.

Die Polizei bittet darum, die Augen offenzuhalten und sich an das Revier in Glauchau zu wenden, wenn man die Tiere sichtet. Hinweise werden unter Telefon 03763/640 entgegengenommen.

Titelfoto: Oleksii Mikhieienko/123RF

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