Wildwest: Feuerwehr fängt Flucht-Kälbchen mit Lasso

Glauchau - Wildwest in Westsachsen! Das ausgebüxte Kälbchen Anton hielt Polizei und Feuerwehr am Nachmittag in Glauchau im Landkreis Zwickau in Atem. Erst ein Feuerwehr-Cowboy mit Lasso-Kenntnissen fing das widerspenstige Tier ein.

Das Kalb suchte sich mit den nahe liegenden Gleisen ein gefährliches Ziel für seinen Ausflug.
Das Kalb suchte sich mit den nahe liegenden Gleisen ein gefährliches Ziel für seinen Ausflug.  © Polizeidirektion Zwickau

Anton war von einer Weide nahe des Glauchauer Bahnhofs ausgerissen. Das Tier spazierte seelenruhig über die Gleise, die Gefahr von fahrenden Zügen komplett ignorierend. Anrufer alarmierten die Polizei.

Doch der Jungbulle dachte nicht im Traum daran, sich von den Zweibeinern in Uniform einfangen zu lassen. Als die vier Polizisten noch neun Helfer der Glauchauer Feuerwehr dazuholten, flüchtete Anton schnurstracks in die Mulde, brachte sich am anderen Ufer auf dem Gelände der Spedition Schnellecke in Sicherheit.

Eine trügerische Sicherheit. Denn nun machten auch 15 Mitarbeiter der Spedition Jagd auf Anton, stellten seinen Fluchtweg mit Kisten und Brettern zu. "Mit diesen Absperrmitteln konnten die Helfer die weitere Fortsetzung der Flucht stoppen", erklärte Polizeisprecher Jean-Paul Lüdtke (35) lächelnd.

Mittlerweile ist Anton wieder zurück bei seiner Bäuerin.
Mittlerweile ist Anton wieder zurück bei seiner Bäuerin.  © Polizeidirektion Zwickau

Doch der zornige Wiederkäuer dachte noch immer nicht an Aufgabe. Deshalb musste ein Feuerwehrmann seine Cowboykenntnisse zeigen - er warf ein Lasso geschickt um den Hals von Anton. Danach rangen Helfer das Kalb zu Boden. Die Polizei übergab den unverletzten Anton danach der Bäuerin (58).

Titelfoto: Polizeidirektion Zwickau

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