Sachsen: Haribo-Beschäftigte fordern Werks-Erhalt und Nachfolgelösung

Wilkau-Haßlau - Mit einer Luftballonaktion unter dem Motto "5 vor Zwölf" haben zahlreiche Beschäftigte des vom Aus bedrohten Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) am Sonntag dringend den Erhalt der Produktionsstätte mit einer Nachfolgelösung gefordert.

Mit einer Luftballonaktion unter dem Motto "5 vor Zwölf" haben zahlreiche Beschäftigte des vom Aus bedrohten Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau den Erhalt der Produktionsstätte gefordert.
Mit einer Luftballonaktion unter dem Motto "5 vor Zwölf" haben zahlreiche Beschäftigte des vom Aus bedrohten Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau den Erhalt der Produktionsstätte gefordert.  © Ralph Koehler/Propicture

Sie schickten mit ihnen die Botschaft "Hans hilf uns" an den verstorbenen Besitzer des Unternehmens Hans Riegel in den grauen Dezember-Himmel.

"Wir brauchen in den kommenden Tagen Klarheit, wie es mit dem Standort weiter geht", sagte Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die mögliche Nachfolge dürfe "nicht über die Köpfe der Beschäftigten hinweg" entschieden werden. Es gehe um "nachhaltige, tariflich gut bezahlte Arbeitsplätze".

Am Freitag war laut Haribo Deutschland eine Einigung über einen Sozialplan erzielt, Einzelheiten dazu aber nicht genannt worden. Laut NGG soll es in diesem Jahr keine Kündigungen geben und auch für die ersten Monate 2021 gibt es demnach Beschäftigungsgarantien.

Zeitnah soll mit Lokal- und Landespolitik über eine zukunftsfähige Nachfolgenutzung des Betriebsgeländes gesprochen werden.

Haribo hatte die Schließung als wirtschaftlich notwendig mit Blick auf Wettbewerbsfähigkeit und eine Neuausrichtung bezeichnet. Danach wird die Produktion in Deutschland an weniger Standorten, mit mehr Produktionsstraßen und höherer Leistungsfähigkeit gebündelt.

Für eine Modernisierung der Produktionsstätte in Wilkau-Haßlau mit 150 Mitarbeitern sind die Investitionen nach Unternehmensangaben unverhältnismäßig hoch.

Titelfoto: Ralph Koehler/Propicture

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