Jetzt ist Gregor Gysi gefragt! Politiker soll bei Haribo vermitteln

Wilkau-Hasslau - Der Kampf der Mitarbeiter des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau spitzt sich zu. Seit Mittwoch ringen Gewerkschaft NGG und das Unternehmen um einen Sozialplan.

Linken-Politiker Gregor Gysi (72) soll zwischen Haribo und den 150 Mitarbeitern in Wilkau-Haßlau vermitteln.
Linken-Politiker Gregor Gysi (72) soll zwischen Haribo und den 150 Mitarbeitern in Wilkau-Haßlau vermitteln.  © Christoph Soeder/dpa

Sollten die Verhandlungen scheitern, haben die Mitarbeiter einen Promi-Trumpf im Ärmel. Gregor Gysi (72, Linke) würde die Einigungsstelle leiten.

Haribo will das Werk (Produkte: Goldbären, Colaflaschen, Weiße Mäuse) Ende 2020 schließen, 150 Mitarbeiter auf die Straße setzen.

Doch NGG-Gewerkschafter Thomas Lißner (41) bleibt optimistisch: "Wir haben den Glauben an eine Zukunft von Haribo in Wilkau noch nicht verloren."

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Unterdessen verhandeln Gewerkschaft und Unternehmen seit Mittwoch um einen Sozialplan. Thomas Lißner: "Es geht nicht, dass der Konzern die Beschäftigten mit Billigabfindungen abspeisen will."

Scheitern die Verhandlungen, muss eine Einigungsstelle eine Lösung suchen.

Seit Wochen protestieren die Wilkauer Haribo-Mitarbeiter gegen die drohende Werksschließung.
Seit Wochen protestieren die Wilkauer Haribo-Mitarbeiter gegen die drohende Werksschließung.  © Ralph Kunz

Die NGG fragte dazu die Linken-Ikone Gregor Gysi an. "Er war spontan bereit", freut sich Lißner.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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