Haribo-Mitarbeitern droht die Kündigung zu Ostern

Wilkau-Haßlau - Pünktlich zu Ostern droht den 150 Beschäftigten des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau ein dickes Ei: Zum Fest könnten sie nach der Werksschließung auf der Straße sitzen. Kündigungen sind zwar jetzt schon möglich, werden aber erst ab 1. April wirksam.

Dezember-Protest in Wilkau-Haßlau: Rund 100 Beschäftigte forderten den Erhalt des Wesa-Werks (zuletzt Haribo).
Dezember-Protest in Wilkau-Haßlau: Rund 100 Beschäftigte forderten den Erhalt des Wesa-Werks (zuletzt Haribo).  © Pro Picture/Ralph Köhler

Die Haribo-Zentrale in Grafschaft (Rheinland-Pfalz) möchte das traditionsreiche Wesa-Werk schließen und beendete die Produktion der Goldbären am 18. Dezember.

Betriebsrat und Gewerkschaft NGG handelten einen Sozialplan mit Kündigungsfrist und Abfindungen für die Mitarbeiter aus. Die Zahlungen sind nach Betriebszugehörigkeit, Kindern oder Schwerbehindertenstatus gestaffelt. Die Obergrenze liegt bei 130.000 Euro pro Person.

Derweil kämpfen Betriebsrat und NGG um die Zukunft der Mitarbeiter. Sie fordern eine Nachfolgelösung im Werk. "Besonders in der Pflicht sind der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber und Ministerpräsident Michael Kretschmer", sagt NGG-Sekretär Thomas Lißner (41).

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"Sie hatten im Dezember mit vier Interessenten gesprochen. Wir wollen wissen: Wie viele Jobs bietet ein neuer Investor? Wie ist die Perspektive? Wir erwarten konkrete Schritte noch im Januar."

Sollte Haribo eine Nachfolgelösung im Werk blockieren, wollen die Mitarbeiter vor der Firmenzentrale protestieren.

Titelfoto: Pro Picture/Ralph Köhler

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