Nach Dresden und Chemnitz: Jetzt prüft auch Zwickau das 365-Euro-Tickets

Zwickau - Bus und Bahn fahren für nur einen Euro am Tag - die Bürger für Zwickau (BfZ) fordern das 365-Euro-Ticket für die Schumann-Stadt. Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag.

Tristan Drechsel (64), Fraktionsvorsitzender BfZ/Grüne, will das 365-Euro-Ticket für Zwickau.
Tristan Drechsel (64), Fraktionsvorsitzender BfZ/Grüne, will das 365-Euro-Ticket für Zwickau.  © Ralph Kunz

Die Idee des 365-Euro-Tickets stammt aus Wien. In ein paar deutschen Städten, zum Beispiel Bonn und Reutlingen, gibt es die Fahrkarte schon, mit der man für ein Jahr unbeschränkt in einem festgelegten Gebiet Bus und Bahn fahren kann.

Die BfZ wollen, dass die Verwaltung prüft, ob die Einführung des 365-Euro-Tickets auch in Zwickau möglich ist. Dafür könnte sich die Stadt als Modellprojekt für die Stärkung des ÖPNV bewerben. Die Bundesregierung fördert im Rahmen des Klimaschutzprogramms zehn solcher Projekte. "Zwickau sollte da nicht fehlen. Wenn sich Türen auftun, sollte man mitmachen", so Tristan Drechsel (64), Fraktionsgeschäftsführer BfZ/Grüne.

Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (63, SPD) geht davon aus, dass die Städtischen Verkehrsbetriebe durch das Ticket weniger Einnahmen hätten. Diese müssten aus dem Haushalt ausgeglichen werden. Für Tarifsenkungen fehle jedoch aktuell dauerhaft das Geld.

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Der Chemnitzer Stadtrat beschloss bereits Ende Oktober, die Einführung eines 365-Euro-Tickets zu prüfen. Die Ergebnisse sollen bis Herbst nächsten Jahres vorliegen. Auch in Dresden gibt es derartige Bestrebungen.

Können Fahrgäste in Zwickau bald die Bahn für nur einen Euro am Tag nutzen?
Können Fahrgäste in Zwickau bald die Bahn für nur einen Euro am Tag nutzen?  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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