"Ein Schlag ins Gesicht!" VBG erhöht die Beiträge in der Krise

Zwickau - Schon jetzt ächzen die Drittligisten unter den Folgen der Corona-Pandemie. Es fehlen dringend benötigte Spieltagseinnahmen, aber die Kosten laufen weiter. 

"Ein Schlag ins Gesicht", sagt DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge.
"Ein Schlag ins Gesicht", sagt DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge.  © Imago/Revierfoto

Beim FSV Zwickau zogen sie die Reißleine, beantragten Kurzarbeit und kappten damit die Gehaltszahlungen für die Profiabteilung - dem größten Ausgabenposten.

Weiterhin zu bedienen sind unter anderem die Beiträge für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). 

Mitten in der Krise sollen diese Abgaben sogar noch steigen, wie die VBG in einer Pressemitteilung vom 2. April bekannt gab!

Der DFB ergriff deswegen gemeinsam mit der DFL, der Handball-Bundesliga, der Basketball Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga die Initiative und kontaktierte die VBG mit der Bitte, die Beiträge für 2019 generell zu stunden beziehungsweise Gespräche über einen Beitrags-Erlass zu führen, wie DFB.de berichtet.

DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge nahm dazu gegenüber dem Internetportal deutlich Stellung: "Eine solche Botschaft ist in der aktuellen Krise ein Schlag ins Gesicht des gesamten Fußballs, ja, des gesamten Sports." 

DFB-Schatzmeister: "Der Staat muss auch den Fußballclubs helfen"

Während der Bund einen großflächigen Rettungsschirm aufspannt, vergisst er die Sport-Unternehmen. "Der Staat hat zugesagt, die deutsche Wirtschaft erhalten zu wollen: Hierzu zählen auch die Fußballklubs, auch die der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der Regionalligen. Die VBG ist eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit Teil des Staates. Dass man nun wohl plant, die Beitragsbescheide so zu verschicken werden, als wäre in Deutschland nichts passiert, ist schlimm. Dass begleitend auch noch bekanntgegeben wird, dass sich die Beiträge dramatisch erhöhen, verschlägt mir die Sprache", so Osnabrügge.

Alleine bei den 20 Drittligisten würde die Beitragslast von rund 11,75 Millionen Euro auf 13 Mio. Euro steigen. Ein Aufschlag von ungefähr zehn Prozent! 

"Mehrere Vereinsvertreter aus den Regionalligen haben mir klar gesagt: ,Dann geht bei uns das Licht aus!' Und ich kann mir vorstellen, dass es bei dem ein oder anderen Verein

Titelfoto: Imago/Revierfoto

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