Staatsanwaltschaft Zwickau ermittelt gegen FDJ-Demonstranten  

Zwickau - Nach einer Demonstration der kommunistischen "Freien Deutschen Jugend" (FDJ) ermittelt die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen vier Akteure der Organisation wegen Hausfriedensbruchs. 
Die Zwickauer Demo war Teil einer FDJ-Kampagne unter dem Motto "30 Jahre sind genug! Revolution & Sozialismus".
Die Zwickauer Demo war Teil einer FDJ-Kampagne unter dem Motto "30 Jahre sind genug! Revolution & Sozialismus".  © Ralph Koehler

Betroffen seien je zwei junge Frauen und Männer, die sich am Samstag an einer FDJ-Demo in der sächsischen Stadt beteiligt hätten, gab die Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage bekannt. Über eine entsprechende Anzeige der Stadtverwaltung hatte zuvor die Freie Presse berichtet. 

Die beiden Frauen hätten den Balkon des Zwickauer Rathauses erklommen, die beiden Männer die Leiter gehalten, hieß es. Zudem prüfe man einen Anfangsverdacht gegen den Anmelder der Kundgebung. Dabei gehe es um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Die zu DDR-Zeiten größte sozialistische Jugendorganisation mit rund 2,3 Millionen Mitgliedern war Anfang der 1950er Jahre im Westen verboten worden. Im Osten ist die FDJ nach den Bestimmungen des Einigungsvertrages allerdings legitim.

Die Zwickauer Demo war Teil einer FDJ-Kampagne unter dem Motto "30 Jahre sind genug! Revolution & Sozialismus".

Weitere Kundgebungen sind im Frühjahr am 3. und 4. April in Rostock, am 15. und 16. Mai in Halle und am 5. und 6. Juni in Eisenhüttenstadt geplant. Angaben über ihre Mitgliederzahl macht die Organisation nicht. "Wir sind stark genug", hieß es auf Nachfrage.

Nach einer Demonstration der kommunistischen "Freien Deutschen Jugend" (FDJ) ermittelt die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen vier Akteure der Organisation wegen Hausfriedensbruchs. 
Nach einer Demonstration der kommunistischen "Freien Deutschen Jugend" (FDJ) ermittelt die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen vier Akteure der Organisation wegen Hausfriedensbruchs.   © Ralph Koehler

Titelfoto: Ralph Koehler

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