Landesschau ohne Knalleffekt: Boom fällt Corona zum Opfer

Zwickau - Erst der holprige Start, nun das stille Ende: Corona hat der Landesausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen" arg zugesetzt. Die Schließung von Kultureinrichtungen bedeutete das Aus für die zentrale Schau im Zwickauer Audi-Bau und die Begleitausstellungen.

Zur "Boom"-Eröffnung schauten Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU, l.) und Tourismus-Ministerin Barbara Klepsch (55, CDU) in Zwickau vorbei.
Zur "Boom"-Eröffnung schauten Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU, l.) und Tourismus-Ministerin Barbara Klepsch (55, CDU) in Zwickau vorbei.  © Uwe Meinhold

Dazu zählen das Horch-Museum in Zwickau, das Chemnitzer Industriemuseum, das Bergbaumuseum in Oelsnitz, die Tuchfabrik Pfau in Crimmitschau, das Silberbergwerk in Freiberg und der "Schauplatz Eisenbahn" in Hilbersdorf.

Bis zur Schließung Anfang November hatten die Macher rund 104.000 Besucher gezählt. Auf das größte Interesse stieß das Thema Auto mit etwa 31.500 Besuchern im Horch-Museum. Eigentlich hatte man mit rund 100.000 Besuchern gerechnet.

Ein Fazit wollen die Veranstalter Mitte Januar ziehen.

"Eine Verlängerung wird es nicht geben", sagte eine Sprecherin des Horch-Museums. Mehr als 90 Prozent der Ausstellungsstücke seien Leihgaben. Dafür gebe es Verträge und Fristen.

Wegen Corona besuchte nur ein Bruchteil der erwarteten Besucher die Landesausstellung.
Wegen Corona besuchte nur ein Bruchteil der erwarteten Besucher die Landesausstellung.  © Thomas Türpe

Nur die Begleitschau "MaschinenBoom" im Industriemuseum bleibt, sofern es die Lage zulässt, bis 25. Juli geöffnet.

Titelfoto: Thomas Türpe

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