Plauener Tauchturm-Streit landet vor Gericht

Zwickau - Belästigung oder alles nur halb so wild? Anwohner Lothar Zeh (76) und "Aqua City"-Chef Marco Rödel (54) streiten vor dem Landgericht Zwickau um den Tauchturm in Plauen. Es geht um Unterlassung.

Lothar Zeh (76) klagt am Landgericht Zwickau gegen den Betreiber des Tauchturms.
Lothar Zeh (76) klagt am Landgericht Zwickau gegen den Betreiber des Tauchturms.  © Maik Börner

Den Anwohnern ist das Heizkraftwerk, das den Tauchturm auf 32 Grad erwärmt, seit 2012 ein Dorn im Auge. "Wir werden von Ruß und Gestank belästigt. Ich muss ständig meine Gartenmöbel von schwarzen Partikeln befreien", sagt Kläger Lothar Zeh. 

Besonders beim "Hochfahren" pustet die Esse viel schwarzen Rauch aus. "Das dauert nur 15 Sekunden, bis das Heizwerk 80 Grad erreicht hat. Danach wird kaum was ausgestoßen", sagt Betreiber Marco Rödel. Zeh widerspricht: "Wir haben schon erlebt, dass das bis zu zwei Stunden gedauert hat."

Aus einem Gutachten vom Umweltamt geht hervor, dass der Ruß nicht gesundheitsschädlich ist. Es wurden mehrere Messungen vorgenommen. "Es muss eine wesentliche Beeinträchtigung vorliegen. Stellt sich die Frage, ob Gestank und Partikel dafür ausreichen", so der Richter. Das Urteil ist noch nicht in Sicht.

Beim "Hochfahren" wird besonders viel schwarzer Rauch aus dem Schlot geschleudert.
Beim "Hochfahren" wird besonders viel schwarzer Rauch aus dem Schlot geschleudert.  © privat

Umziehen will Familie Zeh übrigens nicht: "Das ist unser Privathaus. Wegziehen wie die anderen können wir nicht."

Titelfoto: Maik Börner, privat

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